09.10.2017, 15:52 Uhr

Maria Chelucci besuchte WildeWasserWeg

Maria Chelucci und Luis Töchterle (Foto: Kräutler)
NEUSTIFT. „Die WildeWasserWege im Stubaital sind für mich ein Musterbeispiel für den sanften Tourismus, wie wir uns das vorstellen. Mit dieser Idee ist es gelungen, Naturschutz mit regionaler Entwicklung zu vereinen.“ Das stellte Maria Chelucci, die Tiroler Spitzenkandidatin der Liste Pilz nach einer Besichtigung der neuen Sommerattraktion in Neustift fest.
Chelucci, eine gelernte Touristikerin und Tourismussprecherin der Liste Pilz, wurde von Luis Töchterle, dem Initiator und ‚Erfinder‘ der WildeWasserWege auf der Weg-Etappe von Ranalt zum Grawa-Wasserfall begleitet. „Es ist faszinierend, wie es den Stubaiern gelungen ist, eine natürliche Ressource des Tales zu nützen und vor allem zu präsentieren“, meinte Chelucci nach der Exkursion. Sie habe bislang nichts Vergleichbares gekannt und könne den Stubaiern dafür nur aus vollem Herzen gratulieren.
Neben der genialen Streckenführung der Wege entlang der Ruetz sei für sie auch ein struktureller Aspekt der WildeWasserWege bahnbrechend: Die Tatsache nämlich, dass die Wege barrierefrei gestaltet worden sind. Damit sind sie nicht nur für Menschen mit körperlicher Behinderung zugänglich. Wie Luis Töchterle erklärte, nützen vor allem Familien mit Kindern die Attraktion für Ausflüge, die nun auch mit dem Kinderwagen zum Vergnügen werden.

"Meisterstück"

Für Chelucci ist dieses Projekt aus dreierlei Hinsicht ein Meisterstück. „Es verwendet die lokale Ressource Wasser, um sie den Gästen in einer für mich sensationell sensiblen Art und Weise zu präsentieren. Die dazu nötige Infrastruktur passt sich vorbildlich in die vorhandene Landschaft ein, wie auch das Beispiel der einzigartigen Abzäunungen zeigt. Denn die von einem lokalen Handwerksbetrieb entwickelte Art der Zäune geht auf historische Zaunformen im Stubai zurück.“ Und dass die Wege barrierefrei errichtet worden sind belege eindrucksvoll die Absicht der Projektentwickler, allen Menschen ohne Ausnahme eine Begegnung mit der vor allem im Katarakt bei Ranalt tosenden Ruetz zu ermöglichen.
Bei seiner Präsentation verwies Luis Töchterle auf die große Beliebtheit der WildeWasserWege schon in den ersten Jahren des Bestehens. Um einen Überblick über deren Akzeptanz zu erhalten, habe man die Universität Köln 2016 beauftragt, eine wissenschaftlich fundierte Besucherzählung durchzuführen. ´Das Ergebnis: insgesamt besuchten zwischen Mai und November 2016 250.000 Menschen das Wegesystem. „Für mich ein wirklich sensationelles Ergebnis das auch unterstreicht, dass wir im Sommertourismus im Stubai auf dem richtigen Weg sind“, freut sich Töchterle.
Die WildeWasserWege sind innerhalb kürzester Zeit auch zu einem ‚Gesundheits-Wander-System‘ geworden. Denn es sind die Aerosole, die entlang des Weges und vor allem im Bereich des monumentalen Grawa-Wasserfalls für nachweisbar positive Gesundheitsaspekte sorgen. Aerosole entstehen an Wasserfällen oder in Katarakten. Sie bewirken schon nach relativ kurzer Zeit eine spürbare Verbesserung der Lungenfuntion des Menschen. „Vor allem Menschen, die an Asthma leiden, berichten über eine massive Verbesserung ihrer Situation“ berichtet Luis Töchterle.
Für Maria Chelucci sind die WildeWasserWege jedenfalls ein neues Symbol dafür, wie man in Tirol den Sommertourismus ohne jede Verschandelung der Landschaft forcieren kann.

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Jochen Baumeister aus Innsbruck | 11.10.2017 | 08:22   Melden
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