Gemeinde übernimmt Gebäude
Haus der Telfer Kinder: Fortbestand gesichert!

Der Gemeinderat stellte bei seiner jüngsten Sitzung am 9. Juli einmal mehr die Weichen für den Fortbestand des Hauses der Telfer Kinder. Das Gebäude wird unentgeltlich ins Eigentum der Marktgemeinde übernommen.
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  • Der Gemeinderat stellte bei seiner jüngsten Sitzung am 9. Juli einmal mehr die Weichen für den Fortbestand des Hauses der Telfer Kinder. Das Gebäude wird unentgeltlich ins Eigentum der Marktgemeinde übernommen.
  • Foto: MG Telfs/Pichler
  • hochgeladen von Georg Larcher

TELFS. In einer außerordentlichen Sitzung am 9. Juli wurde das Schicksal vom "Haus der Telfer Kinder" in der Bahnhofstraße 13 vom Telfer Gemeinderat endgültig besiegelt: Die Marktgemeinde übernimmt das Gebäude unentgeltlich ins Eigentum und sichert dadurch die Zukunft der in dem Haus beheimateten Betreuungseinrichtungen. Der Wechsel der Trägerschaft zu den Don-Bosco-Schwestern wurde noch vor der Corona-Zeit im heurigen Februar beschlossen.

Einstimmiger Beschluss

Der Telfer Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 27. Februar 2020 einstimmig den Wechsel der Trägerschaft im Haus der Telfer Kinder von der Gemeinschaft Christlicher Arbeitnehmer Telfs u.U. zu den Don Bosco Schwestern – Verein für Bildung und Erziehung mit Sitz in Stams beschlossen. Ein entsprechendes Arbeitsübereinkommen wurde zwischenzeitlich unterzeichnet, der Betriebsübergabevertrag liegt vor.
Die Don-Bosco-Schwestern übernehmen im September 2020, die Gemeinde hat sich bereit erklärt, die jährliche Abgangsdeckung zu übernehmen. Der Wunsch nach Neuorientierung war entstanden, nachdem im Verein Pensionierungen von langjährigen MitarbeiterInnen und altersbedingt Rückzüge von Vorstandmitgliedern anstehen.

Schenkung als zukunftsweisende Lösung

War ursprünglich noch daran gedacht, nur die Trägerschaft neu zu organisieren, werden sich nun auch die Besitzverhältnisse ändern. Nach mehreren Besprechungsrunden zwischen den Hauseignern Arbeitnehmerverein, Pfarre Telfs sowie Diözese Innsbruck, Steuerberatern und der Marktgemeinde Telfs hat man sich als beste Lösung auf eine Schenkung und damit unentgeltliche Gebäudeübernahme durch die Gemeinde geeinigt. „Denn“, wie Bgm. Christian Härting (Wir Für Telfs) erklärte:

"Mit dieser Vorgangsweise ist sichergestellt, dass die Gemeinde bei zukünftigen kleineren oder größeren Instandhaltungen in ihr Eigentum investiert und ein dauerhafter Fortbestand dieser tragenden Säule und die Vielfalt der Kinderbetreuung in Telfs gewährleistet ist."

Der Gemeinschaft Christlicher Arbeitnehmer werden einige Dienstbarkeiten, u.a. zur Benutzung von Räumlichkeiten als Stauraum, für Versammlungen, Feiern, etc. sowie ein Vorkaufsrecht eingeräumt. Mit der Zustimmung zum Übernahmevertrag in der Generalversammlung des Arbeitnehmervereines Mitte Juli wird gerechnet.

Kostenersparnis für die öffentliche Hand

Das Haus solle auch weiterhin privat geführt werden, denn „als öffentliche Hand können wir nicht jene Elternbeiträge verlangen, die im Haus der Telfer Kinder aktuell bezahlt werden. Derzeit fließen jährlich rund EUR 200.000,- von der Gemeinde an das Haus, eine Übernahme und Fortführung als öffentliche Hand käme deutlich teurer“, so Bgm. Christian Härting.
In der privaten Einrichtung in der Bahnhofstraße und in der Zweigstelle Heilig Geist
werden aktuell rund 160 Kinder und Jugendliche von eineinhalb bis 14 Jahren von 28 MitarbeiterInnen betreut. Die Kinder verteilen sich auf Kinderkrippe, Kindergarten, einen integrativen Volksschulhort sowie einen Hort für Volksschule, Neue Mittelschule und Gymnasium. Außerdem ist das Eltern-Kind-Zentrum (EKiZ) – ein eigenständiger Verein – mit rund 70 weiteren Kindern im Dachgeschoss beheimatet.

Viel Lob und Einstimmigkeit mit Applaus

Einhellig bedankten sich die Gemeinderäte in ihren Wortmeldungen beim bisherigen Trägerverein und dem Verhandlungsteam für die jahrzehntelang geleistete Arbeit und die zukunftsweisende Lösung.
"Das ist ein schönes Geschenk und ein schöner Tag für Telfs und seine Bildungseinrichtungen", freute sich Bildungsreferent GR Klaus Schuchter (WFT). „Diese Vorgehensweise eröffnet auch in Zukunft alle Möglichkeiten für unsere Kinder“, pflichtete GV Michael Ebenbichler (FPÖ) bei, ebenso VBgm. GV Christoph Walch (Grüne): „Der Bedarf an Kinderbetreuung in Telfs wird immer größer, dieses Thema wird uns in der kommenden Gemeinderatsperiode eine der größten Herausforderungen.“ GR Sepp Köll (Telfs Neu) dankte dem Verein und stellte – wie auch Ersatz-GR Manfred Lerch (ÖVP) die Frage, warum es mit diesem Übernahmevertrag so eile, dass man noch eine eigene Sitzung vor der Sommerpause brauche. Bgm. Härting erklärte: „Ein Beschluss ist deshalb nötig, weil die grundbücherliche Durchführung bis 31. August erfolgen muss, um dem Verein die sich daraus ergebenden steuerlichen Vorteile zu ermöglichen.“ GV Angelika Mader (ÖVP) fand die Vorgehensweise „generell in Ordnung“, hätte sich „aber erwartet, dass es ein Gutachten über die Bausubstanz“ gäbe. Bgm. Härting: „Das wäre jetzt viel zu kurzfristig gewesen, in den Verhandlungen waren wir erst am 3. Juli zu diesem Ergebnis gekommen. Es gibt aber keinen akuten Handlungsbedarf.“ Vize-Bgm. Cornelia Hagele (WFT) dazu: „Müssten wir ein neues Gebäude bauen, würde uns das viel mehr kosten als jede Instandhaltung. Ich freue mich sehr, dass wir das Haus ins Eigentum übernehmen können.“
Der Beschluss erfolgte einstimmig – mit Applaus.

Der Gemeinderat stellte bei seiner jüngsten Sitzung am 9. Juli einmal mehr die Weichen für den Fortbestand des Hauses der Telfer Kinder. Das Gebäude wird unentgeltlich ins Eigentum der Marktgemeinde übernommen.
Das Haus der Telfer Kinder ist eine unverzichtbare Institution. Rund 160 Kinder werden aktuell dort betreut, dazu kommen ca. 70 im EKiZ. Die Don-Bosco-Schwestern übernehmen nun die Trägerschaft, die Gemeinde wird neue Eigentümerin des Gebäudes.
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