24.01.2012, 12:37 Uhr

Fettsteuer

Jetzt fordern einige Politiker und hochrangige Gesundheitsapostel tatsächlich allen Ernstes eine Fettsteuer, gesehen bei Puls 4, Pro und Contra am 23.1.2012 Unter dem Titel:“ Kostenexplosion im Gesundheitswesen. Sollen Fast Food-Junkies und Schnitzelesser das Budget sanieren?“

Am Anfang dachte ich, das ist ein Faschingsscherz. Aber mit Nichten: In Dänemark gibt es tatsächlich seit 1. Oktober 2011 eine Fettsteuer. Man hat also wieder einen Weg gefunden um uns im Namen des gängelnden Gesundheitsaspektes einen Zusatz-Obulus abzuknöpfen.

Was kommt noch in Zeiten der Sparpakete? Ich fordere zumindest eine Atem-Steuer, gestaffelt nach Alter. z.B. bis 6 Jahre, vom 7.Lebensjahr bis zum 18.Lebensjahr. Und ab dem 19. Lebensjahr bis zur Himmelfahrt. Auch eine Kinderwagensteuer, Schuhssteuer, und menschliche Abgassteuer ist nicht schlecht. Also liebe Gesetzgeber auf geht´s.

Aber mal im Ernst – wir lassen uns anscheinend gerne am Nasenring durch den Ring ziehen. Heute sind es die Burger - na meinetwegen, ich fress diesen Dreck sowieso nicht - morgen ist es die Stelze und übermorgen mein geliebter Schweinsbraten, die Kaspatzeln nicht zu vergessen usw. Am Ende bleibt eine ganz normale Steuererhöhung über, über die dann auch noch alle jubeln.
Der Staat soll seine Nase gefälligst aus meinem Kochtopf raushalten
Übrigens: In den Zeiten als wir noch Vollmilch trinken mussten, Worte wie Bio, Öko, Light usw. noch nicht erfunden waren und sich auch keiner über so etwas Gedanken machte, da lebten die Leute anscheinend gesünder.

Aber eine Alternative könnte ich mir schon vorstellen. Wie wäre es denn mit einer saftigen Steuer auf alle Geschmacksverstärker von E620 - E635 (oder sind das Insektizide?). Ach ja, Insektizide sind kein Problem, die machen ja nicht dick. Immerhin sind Geschmacksverstärker Neurotransmitter, sie erzeugen Hunger und schädigen Gehirn und Hirnanhangdrüse.
Nun gut: Der Verbraucher hat keine Lobby. Zudem wird er von den Multinationals "die nur das Beste" für den Konsument wollen über die Werbung ordentlich eingeschmalzt.

Der Verbraucher muss den Slogan: "dein Essen steht im Regal beim Discounter" vergessen.
Aber was "moderne" Ernährung betrifft. Foodwatch muss und möchte unabhängig vom Staat und vom staatlichen Verbraucherschutz bleiben. Denn der Staat versagt nicht nur bei der Anwendung und Durchsetzung bestehender Verbraucherschutzgesetze, sondern auch bei der Gesetzgebung. Die vom Staat gemachten Gesetze schützen lediglich die Industrie, der Verbraucher kann ruhig platzen, nur krank darf er dabei nicht werden. Wohl bekomm´s!
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Mario Oberhollenzer aus Telfs | 01.02.2012 | 07:13   Melden
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