Kaltenhausen Hallein
Denkmalschutz für Hofbräuhaus gefordert
- Das Hofbräu Kaltenhausen an der B159.
- Foto: Josef Wind
- hochgeladen von Josef Wind
Kürzlich besuchten Mitglieder des Ast-Club Hallein das Hofbräu Kaltenhausen, die älteste Brauerei im Lande. Bei einer Führung wurde darauf hingewiesen, dass die historischen Gebäude interessanterweise nicht unter Denkmalschutz stehen.
HALLEIN. Sonst wäre es nicht möglich gewesen, dass der historische Festsaal, die Mälzerei und die Flaschenabfüllanlage 2016 abgerissen wurden. Lediglich das alte Sudhaus, die Gebäude mit dem Brauladen sowie das Bräustübl mit dem schönen Rupertisaal und Büroräumlichkeiten stehen noch. 2011 wurde der großtechnische Brauereibetrieb in Kaltenhausen unter dem letzten Braumeister Günter Seeleitner eingestellt. Es wurde auf eine Kleinbrauerei, die Spezialitäten-Manufaktur Hofbräu Kaltenhausen, umgestellt. Seit 2003 gehört die Brau Union Österreich zum Brauereikonzern Heineken. Gerüchten zufolge plant die Brau-Union, bzw. deren Mutterkonzern Heineken, in den nächsten Jahren verschiedene baulische Veränderungen. „Gefahr in Verzug. Nicht dass auch noch die restlichen historischen Gebäude der Spitzhacke zum Opfer fallen“, so der Tenor der Halleiner Astler. Bürgermeister Alexander Stangassinger wurde mit dieser unerklärlichen Tatsache konfrontiert und reagierte sofort: „Ich habe das Bundesdenkmalamt informiert, dort weiß man jetzt Bescheid und ich hoffe, dass hier bald ein entsprechender Schritt gesetzt wird.“
Die lange Geschichte
Das Hofbräu Kaltenhausen wurde 1475 vom Salzburger Bürgermeister und Kaufmann Hans Elsenheimer (auch: Johann Elsenhaimer) erbaut. Nach dem Tod des Gründers (1483) verkaufte sein Sohn Hans 1489 die Elsenheimerische Brauerei zu Kaltenhausen an Fürst-Erzbischof Leonhard von Keutschach – die Brauerei ging somit in den Besitz der fürsterzbischöflichen Hofkammer über. Das Hofbräu Kaltenhausen entwickelte sich zur größten Brauerei Salzburgs und war größter Konkurrent für die damals zwölf bürgerlichen Brauhäuser in Hallein. Im Jahr 1646 wurde auch erstmals das noch heute bekannte Märzenbier gebraut. Durch das Biermonopol (1652–1681), das den bürgerlichen Brauereien die Lieferung von Bier außerhalb des Stadtgebietes untersagte, wurde die Stellung des Hofbräuhauses Kaltenhausen gestärkt.
Aktuelle Nachrichten aus Salzburg auf
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.