Eishockey-Salzburg
"Eine geile Saison" liegt hinter dem EC Hallein Chiefs

Der EC Hallein Chiefs holte sich in seinem 25.Vereinsjahr den Vizemeistertitel in der höchsten Eishockeyliga Salzburgs. Die Tennengauer gewannen acht von elf Partien.
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  • Der EC Hallein Chiefs holte sich in seinem 25.Vereinsjahr den Vizemeistertitel in der höchsten Eishockeyliga Salzburgs. Die Tennengauer gewannen acht von elf Partien.
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Ganz knapp hat es nicht zum ersten Meistertitel für den EC Hallein Chiefs in der höchsten Eishockeyliga Salzburgs gereicht. Dennoch spricht Coach Peter Eibenberger von einer "geilen Saison" mit dem Vizemeistertitel im 25-Jahr-Jubiläum des Vereins. Die Neuzugänge haben richtig eingeschlagen und mit Goalie Simon Schnegg hatten die Chiefs einen verlässlichen Rückhalt. Für die Zukunft sind die Verantwortlichen trotz Corona zuversichtlich und blicken der kommenden Spielzeit bereits zuversichtlich entgegen. Da hofft man, dass auch der Kapitän wieder mit an Bord ist.

HALLEIN. Ein Abend entschied die ganze Saison. Es war der 18. Februar, ein Dienstag, in der Eishalle Berchtesgaden. Der Meistertitel war nur mehr einen Sieg entfernt. Und der sollte an diesem Abend gegen den Spitzenreiter Canadians Kaprun eingefahren werden. Doch es kam anders für die Truppe des EC Hallein Chiefs. Die Cracks strotzen zwar vor Selbstvertrauen nach dem wohl besten Spiel der Saison – das 5:0 daheim gegen den damals noch amtierenden Meister Salzburg Oilers II. Der erste Sieg der Tennengauer überhaupt gegen die Mozartstädter. Doch der ganze Optimismus half nichts gegen die Kapruner, die damals auf Platz Eins standen, denn die führten nach 14 Minuten mit 4:0 und die Partie sowie die Liga zugunsten der Pinzgauer waren entschieden. "Wir waren leider zu offensiv und euphorisch und sind ins offene Messer gelaufen", lässt Coach Peter Eibenberger die Partie noch einmal Revue passieren.

Der Schmäh rennt in der Truppe

Nur ein paar Tage nach der schmerzhaften Niederlage fixierten die stark ersatzgescwächte Halleiner mit dem 17:0-Schützenfest über Aufsteiger Dark Green Ravens ihren Vizemeistertitel. Nach Rang Vier im Vorjahr nun Platz Zwei. "Geil", freut sich der Coach über diesen Erfolg.

"Wir sind eine super Truppe, da hat alles funktioniert. Es taugt auch jedem und der Schmäh rennt bei uns."

Es war auch die beste Saison der Chiefs seit Langem. Zweitbeste Offensive (71 Tore), zweitbeste Defensive (30 Gegentore), zweitfairstes Team der Liga (104 Strafminuten) und mit Stefan Lindenthal hat man einen der besten Scorer der Liga in den eigenen Reihen. Der Sommer-Neuzugang holte 29 Punkte (15 Tore/14 Assists). "Ohne die heurigen Neuzugänge beziehungsweise Rückkehrer (Zach, Mühllechner, Krenn, Lindenthal, Dürager, Rud und Hecht) hätten wir nicht die Qualität besessen, um bis zum Schluss um den Meistertitel mitzuspielen", betont Coach Eibenberger. Der Kantersieg, bei dem Goalie Karl Meingassner in seinem letzten Match ein Shutout feiert, war die letzte Partie der Saison. Danach begann die Corona-Krise immer größer zu werden und das wirklich letzte Match daheim gegen Niedernsill wurde nicht mehr ausgetragen. Es hätte auch keinen Einfluss auf die Tabelle mehr gehabt.

Der EC Hallein Chiefs holte sich in seinem 25.Vereinsjahr den Vizemeistertitel in der höchsten Eishockeyliga Salzburgs. Die Tennengauer gewannen acht von elf Partien.
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Die Entdeckung und der Ausfall der Saison

Eibenberger hebt neben der Stimmung im Team das Unterzahlspiel hervor, sie kassierten nur sechs Gegentore in Unterzahl sowie die Disziplin. Für ihn die "Entdeckung der Saison" war Alexander Gorbach, der erst Mitte Dezember beim hart erkämpften 4:3 bei Schüttdorf sein Debüt für die Chiefs feierte. In fünf Matches sammelte der Stürmer zehn Scorerpunkte (vier Tore/sechs Assists). Ein weiterer Baustein des Erfolgs war Goalie Simon Schnegg. Mit ihm verloren die Halleiner nur das Spiel gegen Kaprun. Bei der zweiten Niederlage, dem schmerzlichen 8:11 Anfang Dezember bei den Oilers, stand er nicht im Kasten. Er durfte sich gleich über zwei Shutouts freuen. Diese Niederlage gegen die Salzburger war auch so etwas wie eine Trendwende für die Tennengauer, danach feierten sie sechs Siege in Serie. Und das ohne ihren Kapitän Thomas Laimer. Er fiel nach dem 11:1-Kantersieg bei den Dark Green Ravens Anfang des Jahres mit einem Knochenmarködem an der Halswirbelsäule für die restliche Spielzeit aus.

"Wir hoffen, dass unser Kapitän nächste Saison in voller Stärke wieder dabei ist"

, weiß Eibenberger, was er an Laimer hat.

Kapitän Thomas Laimer verletzte sich im Laufe der Saison und konnte seit Anfang des Jahres nicht mehr spielen. Coach Eibenberger hofft, dass der Leistungsträger in der kommenden Saison wieder mit dabei ist.
  • Kapitän Thomas Laimer verletzte sich im Laufe der Saison und konnte seit Anfang des Jahres nicht mehr spielen. Coach Eibenberger hofft, dass der Leistungsträger in der kommenden Saison wieder mit dabei ist.
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Zukunft scheint gesichert zu sein

Laut Laimer, der sich ebenfalls um das Team Management kümmert, ist bislang nichts bekannt, dass sich die langjährigen Sponsoren der Chiefs aufgrund der aktuellen Corona-Krise zurückziehen werden. Es hat auch noch kein Spieler vermeldet, dass er den Klub verlassen möchte. "In der Breite wollen wir uns noch verstärken und wir brauchen einen zweiten starken Goalie", möchte der Trainer den Kader etwas vergrößern, um den möglichen Angriff auf den Meistertitel in der kommenden Saison starten zu können. Sofern diese gespielt werden kann, wovon aber auszugehen ist, denn bis Oktober ist es noch ein halbes Jahr. "Ich möchte mich auf diesem Weg bei jedem einzelnen, der etwas zum gemeinsamen Erfolg beigetragen hat, bedanken – Obmann Wolfgang Ebner, Finanzdirektor Walter Hetzenauer, Teammanager und Kapitän Tom Laimer, Match- und Schirikoordination sowie die Hockeydata–Systemwartung: Philipp Winkler, Zeitnehmung: Herbert Bielko und Roman Eitzinger, Musik in der Eishalle und Kabine-DJ: Markus Winter und bei allen Kaderspielern sowie last but not least bei meinem Co-Trainer Markus Berger",  betont Eibenberger.

Coach Peter Eibenberger mit seinem Co-Trainer Markus Berger vor dem Spiel im Salzburger Volksgarten gegen die Oilers II. "Er ist extrem wichtig für uns. Und wir beide sind zuversichtlich was die neue Saison angeht", spricht Eibenberger seinem "Co" ein großes Danke aus.
  • Coach Peter Eibenberger mit seinem Co-Trainer Markus Berger vor dem Spiel im Salzburger Volksgarten gegen die Oilers II. "Er ist extrem wichtig für uns. Und wir beide sind zuversichtlich was die neue Saison angeht", spricht Eibenberger seinem "Co" ein großes Danke aus.
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