10.11.2017, 13:43 Uhr

Kuchl und die starken Männer: Gold bei der internationalen Erfindermesse für Holztechnikum-Schüler

Adrian Johann Schrenk und Julian Alessio Goßen machten mit ihrer Erfindung bereits im Sommer beim Jugend Innovativ Wettbewerb den zweiten Platz in der Kategorie Science. Dort gewannen Sie den Reisepreis zur Erfindermesse in Nürnberg, wo Sie nun im November "Gold" abräumen sollten. (Foto: aws/Wolfgang Voglhuber/VOGUS)

Bei der renommierten internationalen Erfindermesse iENA in Nürnberg gewannen zwei Schüler des Holztechnikums Kuchl eine Goldmedaille für ihr Innovationsprojekt "Die Dimensionsveränderung von Holz durch den Klimawandel".

KUCHL. Zwei Schüler des Holztechnikums surfen auf der Erfolgswelle. Im Sommer holten Adrian Schrenk und Julian Goßen mit ihrer Erfindung beim Jugend Innovativ Wettbewerb den zweiten Platz in der Kategorie Science. Der Preis war eine Reise zur 69. Erfindermesse iENA („Ideen – Erfindungen – Neuheiten“) in Nürnberg, wo Sie nun im November eine Goldmedaille absahnen sollten. Ziel ihres prämierten Projekts "Die Dimensionsveränderung von Holz durch den Klimawandel" ist, für alle holzverarbeitenden Betriebe und Personen eine Norm zu schaffen, mittels derer man von der Veränderung des Umgebungsklimas auf die Dimensionsändern von Holz schließen kann. Damit lässt sich etwa errechnen, um wie viele Zentimeter der zu verlegende Holzfußboden aufquillen wird. Die Jungs freuen sich immens über die unerwartete Auszeichnung: "Wir hoffen Schüler und junge Erfinder dazu motivieren zu können, es uns gleich zu tun, ihre Vision zu verwirklichen und sich nicht aufhalten zu lassen." Über 800 Erfindungen, die noch vor ihrer Markteinführung stehen, wurden in Nürnberg erstmals präsentiert. Fachbesucher aus 31 Ländern trafen auf 500 iENA-Erfinder. Prämiert wurden drei weitere österreichische Projekte: mit Silber ein Schachroboter und eine Bohnensortieranlage und mit Bronze ein Buch, das Kindern den Umgang mit Hunden beibringen soll. Bundesminister Harald Mahrer gratuliert allen vier Teams, die der Österreichische Erfinderverband (OPEV) mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums betreute: "Wenn wir Innovationsführer in Europa werden wollen, müssen wir den Erfindergeist unserer Jugend fördern. "

Hier der persönlicher Erfahrungsbericht der Jungs:

"Da wir beim JugendInnovativwettbewerb im Sommer nicht nur den zweiten Platz in der Kategorie Science geholt haben, sondern auch einen Reisepreis zur Erfindermesse in Nürnberg gewonnen haben, machten wir uns am Mittwoch den 1. November auf nach Nürnberg.
Voller Vorfreude und Neugier bauten wir am Abend unseren Messestand, den wir von dem Erfinderverband OPEV zur Verfügung gestellt bekommen haben auf. Am nächsten Morgen standen wir sehr früh auf, da die Messe schon um 9 Uhr anfing und bis 18 Uhr dauerte. Der Messebetrieb lief einwandfrei und war sehr unterhaltsam. Wir führten sehr viele interessante Gespräche, erklärten unser Schwindmaß, trafen viele neue Menschen und informierten uns über aktuelle Erfindungen. Wir betrachteten die Messe aus zwei verschiedenen Perspektiven, auf der einen Seite als Aussteller, welche ihr Projekt bestmöglich präsentieren wollten, auf der anderen Seite als interessierte Messebesucher, da wir uns bei anderen Ständen informierten. Durch diese zwei Perspektiven lernten wir einerseits, wie man einen Messestand gestaltet und aufbaut, Neuerungen präsentiert und verständlich erklärt, andererseits lernten wir von anderen Ausstellern auch viel über neue Erfindungen unserer Zeit und schlossen neue Bekanntschaften. Wir wussten, dass es eine Fachjury gibt, die alle 800 Erfindungen bewertet und es anschließend eine Preisverleihung geben wird. Jedoch wussten wir nicht, wer die Jurymitglieder waren, es war eine starke Konkurrenz mit tollen Projekten vertreten, deswegen machten wir uns anfangs keiner großen Hoffnungen. Als wir dann bei der Preisverleihung die Goldmedaille für unser Projekt bekamen, freuten wir uns riesig über diese Auszeichnung und auch darüber, dass die Wichtigkeit des Klimaschwindmaßes erkannt wurde. Alles in allem war es eine großartige Erfahrung und wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei JugendInnovativ und dem Österreichischen Erfinderverband bedanken. Zudem hoffen wir mit unserem Ergebnis Schüler und junge Erfinder dazu motivieren zu können es uns gleich zu tun, ihre Vision zu verwirklichen und sich nicht aufhalten zu lassen."
Die Erfinder:
Adrian Johann Schrenk & Julian Alessio Goßen
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