Living Danube Limes baut römische lusoria
Donauschiff "Danuvina Alacris"

STR Franz Hebenstreit begrüßt die Teilnehmer des 1st Local Focus Group Events im Atrium Tulln. (c) Raidl
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Im Rahmen des Projektes "Living Danube Limes" wird ein spätantikes Römerschiff, eine "lusoria" nachgebaut. Nach altem Muster, Handwerk und Werkzeugen.

TULLN. „Tulln ist die Gartenhauptstadt Österreichs und nicht nur das, sondern auch im Bereich der Moderne hat Tulln einiges zu bieten. Die Entstehung des Hauses für Digitalisierung ist ein weiterer Meilenstein und nun ist Tulln auch Pilotstandort für das länderübergreifende Projekt „Living Danube Limes“, begrüßt STR Franz Hebenstreit die Gäste des ersten Fokusgruppen-Events am 23. Juli im Atrium Tulln.

Eine „lusoria“ wird gebaut

Das Großprojekt, welches gemeinsam mit 19 Projektpartnern aus zehn Donauländern gestartet wurde, läuft seit genau einem Jahr und arbeitet innerhalb Österreichs mit drei großen Partnern zusammen: Die Donau-Universität Krems, das Ludwig-Boltzmann-Institut für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie sowie die Paris-Lodron Universität Salzburg. „Weitere 27 Assoziierte Strategische Partner unterstützen das Projekt „Living Danube Limes“ ebenfalls. „Die Grundidee ist, das römische Erbe als verbindendes Element zu stärken. So entstand auch die Idee das Schiff, eine römische „lusoria“ zu bauen. Genauso wie es die Römer vor 2000 Jahren gebaut hätten“, berichtet Anna Kaiser vom Zentrum für Kulturgüterschutz der Donau-Universität. „Ziel ist es, Geschichte begehbar, erlebbar, fühlbar und riechbar zu machen. Carnuntum ist hierfür ein ideales Beispiel, möglichst viele Menschen auf dieses herausragende römische Erbe aufmerksam zu machen“, so Kaiser weiter. Die „lusoria“ befindet sich derzeit im Bau und entsteht unter der wissenschaftlichen Anleitung von Gabriele Schmidhuber vom Archäologischen Park in Xanten (Deutschland) und Boris Dreyer, Althistoriker an der Universität Erlangen-Nürnberg. „Die lusoria ist ein spätantiker Schiffstyp, welcher aus Eichenholz und Eisen gebaut wurde“, erklärt Schmidhuber. „Der Bau des Schiffes schreitet voran und wir sind guter Dinge, dass die lusoria, die den Namen „Danuvina Alacris“ tragen wird, im Juni 2022 in Tulln vom Stapel laufen wird“, berichtet Anna Kaiser erfreut. Danach wird sie, bis 2030, jedem der zehn Donauländer für ein Jahr zur Verfügung stehen.

Drei Säulen von Living Danube Limes

„Das Donauschiff soll ein Bindeglied der drei Säulen des Projektes sein, welche sich aus den Bereichen der Archäologie und Geschichte, den Museen sowie der Erhaltung und dem nachhaltigen Tourismus bestehen“, präsentiert Anna Kaiser die großen Fokusbereiche des Projektes. Im Zuge dessen stellte Ulrike Vitovec vom Museumsmanagement NÖ die Museen als Vermittler des kulturellen Erbes der Römer vor. „Unsere Aufgabe ist es unter anderen die Vermittlungsarbeit am österreichischen Donaulimes zu fördern, zu verbessern und zu koordinieren“, so Vitovec. Der Verein „Museen am Donaulimes in Österreich“ ist ebenfalls Vertreter der Museen im Prozess der Errichtung des UNESCO-Weltkulturerbes. Das Gesamtbudget des Projektes „Living Danube Limes“ beläuft sich auf 3.151.121,20 Euro und wird von der EU kofinanziert.

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