Bezirk hat eine 1A-Gemeinde verloren

Engerwitzdorf, Feldkirchen, Gramastetten, Kirchschlag, Puchenau & Steyregg haben laut AK das beste Kinderbetreuungsangebot.
  • Engerwitzdorf, Feldkirchen, Gramastetten, Kirchschlag, Puchenau & Steyregg haben laut AK das beste Kinderbetreuungsangebot.
  • Foto: Arbeiterkammer OÖ
  • hochgeladen von Gernot Fohler

BEZIRK. Nach der schlechten Nachricht für viele berufstätige Eltern, dass die Nachmittagsbetreuung im Kindergarten künftig etwas kostet, kritisiert die AK die Ergebnisse des 18. Kinderbetreuungsatlas. Sie bemängelt, dass der Ausbau der Einrichtungen schleppend vorankomme, vor allem bei Öffnungszeiten. Im Bezirk gibt es außerdem eine 1A-Gemeinde weniger: Ottensheim verliert aufgrund verkürzter Öffnungszeiten von 48 auf 43 Stunden wöchentlich den Status 1A-Gemeinde. Walding habe laut AK die Datenweitergabe verweigert und wurde nicht gewertet. "Die Daten liegen beim Land OÖ auf", kontert Bürgermeister Johann Plakolm (ÖVP).

Sechs 1A-Gemeinden

Mit dem Kinderbetreuungsatlas gibt die AK einen Überblick über das Angebot in den Gemeinden. Als Maßstab für das Ermöglichen einer Vollzeitbeschäftigung wurde der Vereinbarkeitsindikator für Beruf und Familie (VIF) herangezogen, der für Kindergärten folgende Kriterien vorsieht: mindestens 45 Stunden und an allen Werktagen geöffnet, an vier Tagen pro Woche mindestens 9,5 Stunden geöffnet, Mittagessen zumindest von Montag bis Donnerstag und maximal fünf Wochen im Jahr geschlossen.
Jene Gemeinden, die das erfüllen und darüber hinaus Betreuung für Unter-Dreijährige und Volksschulkinder anbieten, hat die AK als „1A-Gemeinden“ gewertet. In UU sind dies Engerwitzdorf, Feldkirchen, Gramastetten, Kirchschlag, Puchenau und Steyregg. Die Gemeinde Ottensheim zum Verlust des 1A-Status: "Uns ist einzig wichtig, dass wir den tatsächlichen Bedarf der Eltern bei den Öffnungszeiten decken können und gleichzeitig möglichst wirtschaftlich arbeiten."

Kalliauer kritisiert

Zwei UU-Gemeinden haben sich verbessert. Goldwörth hat das Mittagessen eingeführt und Vorderweißenbach hat die Nachmittagsbetreuung für VS-Kinder ausgebaut. 17 der insgesamt 27 Gemeinden fallen mindestens in die Kategorie „A“ und haben sowohl ein Angebot für Unter-Dreijährige und Volksschulkinder als auch einen Kindergarten mit Mittagessen und Öffnungszeiten von mehr als acht Stunden täglich. Kritik übt AK-Präsident Johann Kalliauer: „Die Abschaffung der kostenfreien Nachmittagsbetreuung im Kindergarten ist ein negatives Signal für berufstätige Eltern und ein schwerer Schaden für die Bildungschancen unserer Kinder." Betreuungsplätze, die eine Vollzeitbeschäftigung beider Elternteile ermöglichen, seien in OÖ dünn gesät. „Es gibt nur für 21,4 Prozent der Drei- bis Sechsjährigen solche Plätze, das ist gegenüber dem Vorjahr sogar ein Rückgang. Und bei den Unter-Dreijährigen sind wir im Bundesländervergleich mit großem Abstand Schlusslicht“, fügt Kalliauer hinzu.
Die ÖVP-Klubobfrau Helena Kirchmayr argumentiert mit den Kosten: "Die Ausgaben für Kinderbetreuung in OÖ sind seit 2007 von 89,9 Mio. auf 227,4 Mio. Euro 2017 gestiegen." Im Jahr 2008 seien laut Kirchmayr 49.000 Kinder in Betreuung gewesen. Mittlerweile seien es aber mehr als 60.000.

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