Alte Ansichten
Villachs alter Busbahnhof
- Dieser Linienbus nach Nötsch wurde vom Busunternehmen „Millonig“ aus Thörl Maglern betrieben.
- Foto: Foto: TAÖ
- hochgeladen von Birgit Gehrke
Jetzt beginnt wieder die Hauptreisezeit. Früher wie heute begannen viele Ausflüge oder auch Fahrten zu Arbeit und Schule am Villacher Busbahnhof. Ein Blick zurück.
VILLACH. Ein echtes „Villacher Bus-Schmankerl“ ist der Cabrio-Bus der Fa. Ebner Heiligengeist. „Ein genaues Datum gibt es zu dieser Aufnahme nicht, wahrscheinlich ist es aber sogar noch vor 1930. "Dobratschaufstieg" laut Busbeschriftung ist relativ zu sehen. Denn die Dobratschstraße wurde ja erst ab 1961 gebaut. Also war es damals ein "echter Aufstieg": Ab Villach mit dem Bus und vermutlich dann von Heiligengeist aus zu Fuß. Wobei ich annehme, dass die Damen mit den 20er-Jahre-Schlapphüten den Tag wohl eher mit der Aussicht auf den Berg hinauf vom Ebner aus als mit dem Aufstieg verbracht haben“, sagt Dietmar Tschudnig, der sich auf der „Facebook“-Gruppe „Alte Ansichten“ gerne mit diesen alten „Bus-Fotos“ beschäftigt. Das Bild aus dem Jahr 1969 zeigt einen Bus der Firma Wiegele aus Bad Bleiberg, die Quelle gibt „Sonderfahrt“ an. Tschudnig: „Allerdings betrieb die Firma Wiegele Bleiberg (damals noch ohne das "Bad" davor) gemeinsam mit der Firma Ebner aus Heiligengeist damals schon den Linienverkehr von Villach nach Bleiberg und Kreuth. Dieser wird auch heute noch von beiden Firmen geführt. Am Platz und auch bei der Hauptstraße fällt uns auf - alles ist noch Kopfsteinpflaster!“
Steyr-Bus der ÖBB
Vor rund 30 Jahren wirkte das Design der Busse schon recht modern, das Bild des orangen Busses wurde im Frühling 1990 aufgenommen: ein Steyr-Bus der ÖBB kurz vor der Abfahrt auf die Linie nach Sankt Georgen. „Der Bus hat noch ein reines Bundesbahnkennzeichen (BB), da er vor 1990 zugelassen wurde, aber das orange "BB" an der Front bedeutet schon "Bundesbus", also den Zusammenschluss mit dem Postbus. Bei den neuen ab 1990 eingeführten weißen Kennzeichen führten die Busse dann bereits am Beginn "BD" (Bundesdienst)“, erklärt Tschudnig. Was auf dem Foto außerdem auffällt: Es gab damals ein paar „Behübschungsversuche“ mit Bäumen.
„Park-Kunst“
Die typische „Samonig“-Werbung ziert den Linienbus nach Nötsch im Jahr 1992. Diese Linie wurde damals noch vom kleinen Busunternehmen „Millonig“ aus Thörl Maglern betrieben. Tschudnig: „Heute wird diese Linie von Kowatsch/Dr.Richard bedient. Die Busse der Fa. Millonig sowie jene der Fa. Ebner (Linienverkehr Heiligengeist) und Wiegele (Linienverkehr Bleiberg) waren in ihren langen Pausen immer seitlich des Busbahnhofes in Nord-Süd-Richtung abgestellt. Ein Abstellen direkt an ihre Abfahrtsstelle am südlichsten Bahnsteig hätte den doch weit dichteren Stadtverkehr der Fa. Kowatsch behindert. Das Kunststück für die Fahrer war, den Bus so abzustellen, dass einerseits die anderen Busse zu den einzelnen Bahnsteigen noch ungehindert ein- und ausfahren und andererseits die PKW die Kurzparkzone noch benutzen konnten.“
Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.