Robert Moser im Interview
"Schwere, aber definitiv richtige Entscheidung"
- Mit der U18 ist Moser viel unterwegs. Nächstes Wochenende geht es mit der Mannschaft nach Miskolc, Ungarn
- Foto: PSB Media
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Robert Moser hat sein Amt als Nachwuchsleiter beim EC VSV zurückgelegt. MeinBezirk.at hat mit ihm gesprochen.
VILLACH. Vor knapp zwei Jahren hat Robert Moser die Nachwuchsleitung übernommen und hat sich mitunter um die jungen Talente beim EC iDM VSV gekümmert. Seit letzter Woche ist bekannt, dass er sich für die Niederlegung des Amtes entschieden hat. MeinBezirk.at hat im Interview mit ihm über seine Entscheidung, die Zukunft und seine Gründe dafür gesprochen.
- Die Entscheidung, das Amt niederzulegen war für Robert Moser schwer, aber auch notwendig
- Foto: VSV/Krammer
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MeinBezirk.at: Warum kam es zur Entscheidung, als Nachwuchsleiter aufzuhören?
Robert Moser: Dass ich mich dazu entschieden habe, als Nachwuchsleiter aufzuhören, hat mehrere Gründe. Allen voran trainiere ich die U18, mit der wir auch viel unterwegs sind, beispielsweise in zwei Wochen in Miskolc. Da ist es für mich mittlerweile schon so, dass ich andere Aufgaben nicht mehr unterbringe bzw. manchmal auch am Limit bin. Jetzt ist es an der Zeit, jemand Neues für die Aufgabe zu finden. Jemand, der mehr Zeit hat, und auch mehr in der Eishalle ist. Das Niveau unseres Nachwuchses ist wirklich gut und mit dem neuen Nachwuchsleiter kann eben an den richtigen Schrauben gedreht werden, um diesen Fortschritt zu halten bzw. zu verbessern. Ich bin ehrlich, ich sehe mich da einfach nicht mehr drüber und deshalb diese Entscheidung.
Was hat sich in letzter Zeit verändert?
In den letzten zwei Jahren hat es gemeinsam mit Darius Aalai sehr gut funktioniert. Letztes Jahr waren wir mit der U17 in Österreich unterwegs und da war es noch leichter alles unter einen Hut zu bekommen. Ich bin ein emotionaler Mensch, das merkt man vor allem beim Coaching. Der Verein ist für mich alles und man will einfach das Beste und das kann ich einfach nicht mehr bieten.
Wer wird die Leitung übernehmen?
Aktuell gibt es zwar noch keinen Nachfolger, aber was ich mitbekommen habe, will der Verein auch im inneren Kreis nach jemanden suchen bzw. vielleicht die Aufgaben auf mehrere Personen aufteilen. Wichtig ist dabei einfach, dass der Nachfolger es gerne macht und sich aktiv dafür entscheidet. Bis dahin kommen unsere Trainer auch so gut zurecht. Darius ist aktuell die Ansprechperson und er hat auch die meiste Arbeit gemacht, vor allem auch mit den jüngeren Spielern. Das Problem für mich war oft auch, dass ich mir so viele Gedanken über die unterschiedlichsten Situationen gemacht habe und immer und überall dabei sein wollte. Ich habe mich wie in einem Tunnel gefühlt und es war irgendwann einfach zu viel.
Worauf ist als Nachwuchsleiter zu achten?
Als Nachwuchsleiter muss man einfach in allen Us vertreten sein. Bei den älteren Spielern ist es mir immer gelungen, da ich eben die U17 trainiert habe und viel in der Halle war. Bei den jüngeren Kindern, die meistens am Nachmittag um 14.00 oder 15.00 Uhr trainieren, hatte ich oft keine Kapazität und das ist auf Dauer auch schade. Da hat Darius auch einiges getan und unterstützt. Ich hoffe, dass mein Nachfolger sich dafür einfach auch mehr Zeit nehmen kann, denn genau darum geht es dann im Endeffekt.
Was macht den Verein aus?
Worauf ich stolz bin, sind definitiv die Spieler und auch die Trainer. Mit den Möglichkeiten, die wir als Verein haben, versuchen alle Beteiligten immer das Beste für die Spieler am Eis zu machen. Das, was der Nachwuchs in den letzten Jahren geleistet hat, steht in enger Verbindung zur Qualität der Trainer und des Vereins. Meiner Meinung nach macht der Verein im Jugendbereich einiges richtig und auch die finanzielle Unterstützung ist gegeben. Das ist nicht selbstverständlich und ich bin einfach stolz auf den Verein und die Jugendlichen, die ihrer Leidenschaft nachgehen. Nach der Entscheidung bin ich wirklich erleichtert und blicke positiv in das nächste Kapitel und bin überzeugt, dass ein passender Nachfolger gefunden wird.
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