21.12.2017, 18:13 Uhr

Im Stall zu Bethlehem ...

Im Stall zu Bethlehem ...
Hört die Mär aus alten Tagen,
höret her und lasst euch sagen,
eine Schätzung, weit und breit,
war am Anfang unserer Zeit.
Ja, der Kaiser hat befohlen,
dass sich alle schätzen sollen,
jedlicher in seiner Stadt,
die ihn einst geboren hat.

Da nun hob ein Wandern an,
Kinder, Greise, Frau und Mann.
Josef und Maria sind 
auch dabei im Winterwind.
Spät erst kommen sie zur Stadt,
wo es keine Herberge hat,
und ein Hilferuf und Wehklagen begann...

Es ist so kalt, ich frier;
ach, öffnet doch die Tür!
Nein, nein, ach nein,
das kann doch gar nicht sein.
Ach, öffnet doch geschwind;
meine Frau bekommt ein Kind!

Nein, nein, ach nein,
wir lassen niemand ein.
Erbarmt euch unserer Not!

Den Dank bescher euch Gott!
Im Stall auf Stroh und Heu
ist noch ein Plätzchen frei.
Wir danken sehr dafür;
der Herr vergelt es dir!

Die Hirten auf dem Felde
lagen bei den Schafen.
Die Hirten auf dem Felde
konnten heut nicht schlafen.
Was war das nur für ein Gesang,
der über Wald und Wiese klang?

Ein Engel verkündete ihnen:
Vom Himmel hoch, da komm ich her.
Ich bring euch gute, neue Mär.
Der guten Mär bring ich soviel,
davon ich singen und sagen will.
Euch ist ein Kindlein heut geboren,
von einer Jungfrau auserkoren.
Ein Kindlein, so zart und fein,
das soll euer Freud und Wonne sein.
Ich hab es gehört mit eigenen Ohren:
Der Heiland der Welt ist heute geboren!
Wir müssen dem Kindlein Geschenke bringen,
und ihm zu Ehren ein Loblied singen.

Kommt, ihr Hirten, ihr Männer und Frauen,
kommet, das liebliche Kindlein zu schauen.
Christus, der Herr, ist heute geboren,
den Gott zum Heiland euch hat erkoren.
Fürchtet euch nicht.

So zogen die Hirten zum Stalle hin,
da lag das Kind auf Heu und Stroh;
Maria wiegt es und lächelte froh.
Die Hirten aber knieten nieder.
Da hörten die Stimme des Engels sie wieder:

O Jesulein zart, o Jesulein zart!
Das  Kripplein ist hart, wie liegst du so hart!
Drum schlaf und tu die Äuglein zu.
Schlaf und gib uns die ewige Ruh!

Die Stimme des Engels war verklungen.
Da haben die Hirten auch gesungen.
Das Öchslein muhte. Der Esel schrie
und hell erklang diese Melodie:

O du fröhlich! O du selige!,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Welt ging verloren, Christ ist geboren.
Freue dich, o Christenheit!


Volksgut - Krippenspiel
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Günter Klaus aus Spittal | 21.12.2017 | 19:43   Melden
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Hans Baier aus Graz-Umgebung | 21.12.2017 | 21:40   Melden
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Elisabeth Staudinger aus Vöcklabruck | 22.12.2017 | 07:22   Melden
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Renata Hummer-Fotos aus Neusiedl am See | 23.12.2017 | 10:41   Melden
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Marie O. aus Graz | 24.12.2017 | 18:54   Melden
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Hildegard Stauder aus Villach | 27.12.2017 | 20:54   Melden
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