Minusgrade lassen die Liftbetreiber hoffen

Frühlingshafte Temperaturen vermiesten den Winterspaß bis jetzt gehörig.
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BEZIRK (ju). „Es fuxt jetzt schon mehrere Winter hintereinander“, sagt Franz Kaltenleithner, Obmann der Wintersportunion (WSU) Attergau. Sie betreibt den Skilift am Kronberg in der Gemeinde Straß. Aufgrund der viel zu hohen Temperaturen stehen auch die Schneekanonen still. „Wir haben erst eineinhalb Tage beschneien können. Zum Verteilen des Schnees sind wir aber gar nicht gekommen“, so Kaltenleithner.
Es braucht um die vier Grad minus, um die Beschneiungsanlagen anwerfen zu können. Ein Problem stellt jedoch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit dar, Grund dafür kann der hartnäckige Nebel im Seengebiet sein. Dennoch sind der WSU-Obmann und seine Mitstreiter zuversichtlich, dass es in dieser Saison mit der weißen Pracht noch klappt. „Wir stehen jedenfalls mit unserer Beschneiungsanlage Gewehr bei Fuß.“

Kurzer Betrieb nur in Oberaschau

Bis jetzt stillgestanden sind auch die Lifte im bezirksübergreifenden Skigebiet am Fuße des Hochleckens im Gemeindegebiet von Steinbach am Attersee und Neukirchen bei Altmünster. „Aufgrund der Wetterprognosen hoffen wir aber, am Wochenende rund um den 22. Jänner endlich starten zu können“, gibt sich Johannes Spiesberger, Betriebsleiter der Hochlecken-Skilifte, zuversichtlich.
Auf immerhin vier Betriebstage haben es in diesem Winter die Skilifte Oberaschau in Oberwang gebracht. „Wir konnten beschneien und zumindest von 5. bis 8. Jänner fahren“, so Betriebsleiter Peter Loindl zur BezirksRundschau. Dann war es mit dem Skispaß vor der Haustür aber auch schon wieder vorbei.

Traunmüller: Der Winter klopft an

Musik in den Ohren der Liftbetreiber und Wintersportler ist die Wetterprognose für die kommenden Tage. „Nach einer stürmischen Phase und Neuschnee bis in Tallagen erwarten wir ein markante Abkühlung. Es wird sehr kalt“, sagt Meteorologe Wolfgang Traunmüller von Blue Sky Wetteranalysen in Attnang-Puchheim. „Ab Montag oder Dienstag können es schon mal zehn Grad minus werden.“ Die ganz große Kälte wird laut Traunmüller voraussichtlich nur einige Tage anhalten. Wie lange genau, das hänge vom weiteren Einfluss eines Hochdruckgebietes über Skandinavien ab. „Es bleibt aber auf jeden Fall winterlich“, macht der Attnanger Wetterexperte den Liftbetreibern Hoffnung, dank der Minusgrade zumindest die Schneekanonen anwerfen zu können.

Dezember vier Grad zu warm

Nach dem Jahrhundertsommer 2015 lässt auch der darauffolgende Winter mit außergewöhnlichen Wetterverhältnissen aufhorchen. „Im 30-jährigen Mittel war der Dezember um rund vier Grad zu warm“, sagt Traunmüller. Eine Besonderheit in unseren sonst eher nebelreichen Breiten waren auch die vielen Sonnenstunden und kaum Niederschlag.

Autor:

Alfred Jungwirth aus Vöcklabruck

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