"Mitarbeiter spricht glaubwürdig von Fake"
Anonyme Hitler-Bild-Vorwürfe gegen Welser Ordnungswache-Mitarbeiter
- Das Bild wurde bei der Staatsanwaltschaft Wels zur Anzeige gebracht.
- Foto: MeinBezirk/Silvia Viessmann
- hochgeladen von Felix Aschermayer
In Wels sorgt ein anonymes Schreiben für Aufsehen, das am 3. Dezember mehreren Stadtpolitikern und auch Medien zugestellt wurde. Wie die Stadt in einer Aussendung am Mittwoch berichtet, ist darin ein Foto enthalten, das Adolf Hitler samt deutlich sichtbarem Hakenkreuz zeigt. Auf dem Bild – es liegt der Redaktion vor – steht der Schriftzug „Am Wochenende wird die Zeit zurückgedreht…“.
WELS. Laut anonymer Behauptung soll es sich um einen Screenshot handeln auf dem eine Telefonnummer als Absender zu sehen ist, die einem Mitarbeiter der Welser Ordnungswache zuzurechnen sei. Das Bild trägt das Datum vom 26. Oktober 2019, offenbar im Zusammenhang mit der damaligen Zeitumstellung.
Magistrat erstattete Anzeige: verjährt
Magistratsdirektor Peter Franzmayr sei über den Fall informiert worden und habe die Sache umgehend bei der Staatsanwaltschaft Wels zur Anzeige gebracht. Wie die Behörde gegenüber MeinBezirk bestätigt, liegt bereits eine frühere anonyme Anzeige vor. Bereits am 5. November wurde allerdings von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens abgesehen, weil eine etwaige Straftat bereits verjährt wäre – die Frist beträgt in diesem Fall fünf Jahre.
Mitarbeiter spricht von Fake
Magistrats intern wurde der betroffene Mitarbeiter bereits mit dem Vorwurf konfrontiert. In einer Aussendung heist es dieser weise die anonyme Anschuldigung entschieden zurück und bezeichnet das Bild als „Fake“ beziehungsweise eine Manipulation.
Vorwürfe "glaubwürdig" zurückgewiesen
Hinter dem Schreiben vermute dieser vielmehr eine interne Intrige im Zuge aktueller Umstrukturierungen in seiner Organisationseinheit. Die Stadt hält die Darstellung des Mitarbeiters, das Bild sei gefälscht, für glaubwürdig. Da der Vorwurf anonym erhoben wurde und der Mitarbeiter sich klar von nationalsozialistischem Gedankengut distanziere, sehe die Stadt derzeit keine Grundlage für weitere arbeitsrechtliche Schritte.
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