Flucht vor dem Schlachter
Pichler Schwein legte saustarken Ausbruch hin
- Das sportliche Schwein aus Pichl konnte dem Schlachter gekonnt entgehen – nun fand der Ausbruchsversuch ein jähes Ende.
- Foto: Anita Buchriegler
- hochgeladen von Philipp Paul Braun
Wie berichtet büxte ein Schwein am Montag, 4. Juli, auf dem Weg zum Schlachter in Pichl aus. Eine Such- und Einfangaktion durch die Feuerwehr brachte keinen Erfolg – das Tier war nicht nur schnell, sondern auch schlau. Nun fand der Ausbruch ein spätes Ende.
PICHL BEI WELS. Daniela Huspek gehört der Bauernhof, auf dem Schweine in Freilandhaltung leben. Daneben gibt es noch Rinder und Hühner. Laut der Bäuerin werden die Tiere nicht auf Spaltböden, sondern auf Stroh gehalten und haben viel Auslauf. Ein Grund dafür, warum besagtes Schwein sich auch als sehr sportlich präsentieren konnte. "Auch wenn wir uns liebevoll um unsere Tiere kümmern, es sind und bleiben Nutztiere", so Huspek und erklärt: "Es handelt sich nicht um Mastschweine."
- Das sportliche Schwein aus Pichl konnte dem Schlachter gekonnt entgehen – nun fand der Ausbruchsversuch ein jähes Ende.
- Foto: laumat.at
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Nachdem das Schwein am Donnerstag nicht eingefangen werden konnte, musste die Aktion abgebrochen werden. Heute, einen Tag später, konnten Freiwillige und ein Team der Feuerwehr das Schwein lebend finden und versuchten, es erneut einzufangen. Sogar eine Drohne kam zum Einsatz.
Ende der Schweinejagd
Da das Tier aber in Richtung Innkreis-Autobahn rannte und damit Gefahr lief, in den Verkehr zu laufen, traf man mit Spezialisten eine schwere Entscheidung: Das Schwein wurde zum Abschuss frei gegeben und erlegt. Daniela Huspek zeigt sich traurig über den Ausgang: "In der Ungewissheit, nicht zu wissen wie es dem Schwein geht, habe ich die ganze Nacht kein Auge zugemacht. Auch wenn das Tier ohnedies geschlachtet werden hätte sollen, lässt mich das Schicksal nicht kalt. In der Zeit, in der die Tiere bei uns am Hof sind, geben wir alles, um ihnen ein schönes und tiergerechtes Leben zu ermöglichen." Die Gefahr für die Menschen auf der Autobahn sei einfach zu groß gewesen, wenn ein 100 kg schweres Schwein auf die Straße läuft. Einer Tierschutzorganisation, welche das ausgebüxte Tier fangen und behalten wollte, hätte die Bäuerin das Schwein sogar überlassen: "Wenn es die Menschen glücklich macht, warum nicht?", so Huspek.
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