Kemater Gartl
Ein Garten für alle: Das Erfolgsprojekt in Kematen
- Im Kemater Gartl wird auf rund 1.700 Quadratmetern gemeinsam gegärtnert.
- Foto: Sylvia Kainz
- hochgeladen von Pascal Pali
Was als Bürgeridee begann, ist heute ein fester Bestandteil des sozialen Lebens in Kematen. Das Kemater Gartl verbindet nachhaltiges Gärtnern mit Gemeinschaft und ist längst mehr als nur ein Ort zum Pflanzen und Ernten. Obfrau Sylvia Kainz gibt Einblicke in die Entstehung und den Alltag des Projekts.
KEMATEN. Entstanden ist das Kemater Gartl im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsprozesses. Bei einer Ideensammlung zur zukünftigen Gemeindeentwicklung wurde laut Sylvia Kainz deutlich der Wunsch nach einem Gemeinschaftsgarten geäußert. Daraufhin wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die das Projekt „Generationengarten“ ins Leben rief. So konnte auf dem ehemaligen südlichen Gelände der HBLA Kematen ein Gemeinschaftsgarten entstehen, der im Juni 2015 feierlich eröffnet wurde.
Heute bewirtschaften rund 40 Mitglieder, vom Kleinkind bis zum Senior beziehungsweise zur Seniorin, die rund 1.700 Quadratmeter große Fläche. Die Gärtnerinnen und Gärtner arbeiten mit einer Kombination aus individuell betreuten Einzelbeeten und gemeinschaftlich genutzten Flächen. Die Einzelbeete umfassen 10 beziehungsweise 20 Quadratmeter und können kostengünstig gemietet werden. Auf den Gemeinschaftsflächen wachsen vor allem platzintensive Kulturen wie Kartoffeln, Zucchini und Kürbisse. Besonders beliebt ist auch das Tomatenhaus, in dem Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner ihre Pflanzen selbst ziehen, pflegen und ernten.
Auch die Organisation des Gartens lebt vom Miteinander: Neben der Arbeit am eigenen Beet übernehmen die Mitglieder gemeinsame Aufgaben wie Rasenmähen, Kompostpflege oder die Betreuung von Kräuterspirale und Hügelbeeten.
„Die Organisation dieser Arbeiten in Kleingruppen erfordert mitunter etwas Abstimmung. Durch offene Kommunikation und persönliches Ansprechen gelingt die Zusammenarbeit jedoch in der Regel sehr gut.“
erklärt Kainz.
- Neben individuell betreuten Einzelbeeten gibt es im Gemeinschaftsgarten auch gemeinsam genutzte Flächen für den Anbau von Kartoffeln, Zucchini und Kürbissen.
- Foto: Bernadette Schönherr
- hochgeladen von Pascal Pali
Gemeinschaft, Bedeutung und Alltag im Dorf
Der Gemeinschaftsgedanke steht klar im Mittelpunkt. Der Austausch von Wissen und Erfahrungen spielt eine wichtige Rolle, ebenso wie das soziale Miteinander in der Gemeinde. Das Kemater Gartl hat sich dabei auch zu einem Treffpunkt entwickelt, mit regelmäßigen Veranstaltungen wie einem monatlichen Gartl-Stammtisch, Workshops, Grillabenden sowie einer Erntedank- und Sonnwendfeier.
Nachfrage und kommende Projekte
Besonders seit der Corona-Pandemie sei das Interesse am Gärtnern deutlich gestiegen. „Das bestätigt auch die stetig wachsende Warteliste für ein Beet im Kemater Gartl“, so Kainz. Neben nachhaltigem Gärtnern gehe es vor allem um Solidarität und ein starkes Miteinander in der Gemeinde.
Zu möglichen zukünftigen Entwicklungen äußert sich die Obfrau nur zurückhaltend. Eins lässt sich aber erkennen: Das Projekt lebt vom Engagement seiner Mitglieder und von der gemeinschaftlichen Verantwortung.
- Gemeinschaftsarbeit gehört dazu: Die Mitglieder übernehmen auch Aufgaben wie Rasenmähen, Kompostpflege oder die Pflege der Kräuterspirale.
- Foto: Roman Nowak
- hochgeladen von Pascal Pali
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