Ergebnisse der EU-Wahl 2014 im westlichen Mittelgebirge

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In Axams hat die ÖVP mit 27,23 % leicht verloren (2009: 30,86 %) und ist damit neben dem BZÖ die einzige der „großen“ Parteien, die Stimmen eingebüßt hat. Überragend das Ergebnis der Grünen in Axams: 23,96 % (15,03) bedeuten ein sattes Plus von 8,93 % gegenüber der Wahl 2009. Die Grünen haben damit sogar die SPÖ von Platz 2 verdrängt, denen 17,69 % (13,09) und damit ein Zuwachs von 4,60 % nicht zur Verteidigung der zweiten Position reichte. Hart auf den Fersen ist den Sozialdemokraten die FPÖ, die mit 16,25 % ebenfalls ein Plus von 4,63 % notierte. Die NEOS kamen auf 9,41 % und kratzten damit an der 10-Prozent-Grenze!

Ähnlich ist das Bild in Birgitz. Die ÖVP verliert mit 31,20 % (34,79 %) als einzige Partei neben dem BZÖ – in Prozenten betragen die Verluste 3,59 %! In Birgitz lagen die Grünen ja bereits 2009 an zweiter Stelle und konnten diese Position mit 24,04 % (17,53) und einem Zuwachs von 6,51 % auch klar untermauern. Die SPÖ darf hier aber mehr als zufrieden sein. 13,81 % (7,67) und ein Zuwachs von satten 6,14 % bedeuten einen großen Schritt über die 10-Prozent-Grenze. Die Sozialisten verbleiben aber auf Rang 4, weil auch die FPÖ mit 14,32 % (11,51) und 2,82 % Zuwachs einen leichten Erfolg erzielen konnten. Auch hier schafften die NEOS mit 9,21 % die 10-Prozent-Marke nicht.

Probleme für die ÖVP auch in Götzens: 28,28 % (34,37) bedeuten ein gewaltiges Minus von 6,09 %. Die Grünen behaupten Rang 2 mit 22,13 % (16,11) und 6,02 % Zuwachs mehr als souverän. Die Sensation in Götzens ist aber die FPÖ: 17,52 % (9,99) oder 7,53 % Zuwachs hieven die Blauen auf Rang 3. Zweifellos zum Leidwesen der SPÖ, die zwar magere 1,83 % zulegen konnte, mit 15,47% (13,64) aber wie erwähnt auf Rang 4 abgerutscht sind. Die NEOS schafften in Birgitz 10,76 %!

In Gries im Sellrain: gab es im Vergleich zu anderen mit minus 2,75 % und gesamt 53,06 % ein vergleichsweise moderates Minus für die ÖVP. Auch in Gries waren die Blauen am Lautesten: + 8,97 %, 19,05 % der Stimmen und damit Platz 2 vor der SPÖ mit 16,33 % und einem Plus von 3,15 %. Grün hats im hinteren Sellraintal schwer: In Gries kommen die Grünen immerhin auf 5,44 % bei einem Zugewinn von 0,01 % oder einem Wähler!

Wer in der ÖVP geglaubt hatte, dass ein Verlust von 16,78 % nicht möglich ist, der wird in Grinzens eines Besseren belehrt. 28,75 % gegenüber 45,53 % im Jahr 2009 bedeuten ein Desaster der besonderen Art. Grinzens gilt seit jeher als eine der Hochburgen der SPÖ – tatsächlich wurde Rang 2 mit einem Plus von 7,94 % oder 20,63 % (12,68) bestätigt. Auch in Grinzens verspürte die FPÖ den heftigsten Aufwind: Mit 18,44 % (8,85) und einem Zuwachs von 9,79 % liegen die Blauen sogar knapp vor den Grünen, die aber auch stark gewonnen haben. 18,13 % (11,24 %) oder 6,89 % Zuwachs) stehen zu Buche, reichen aber nur für Rang 4. Die NEOS werden in Grinzens mit 8,13 % nicht ganz zufrieden sein.

Ganz im Gegensatz zu Grinzens ist die ÖVP in Kematen mit einem blauen Auge davongekommen - dennoch reichte es auch hier nicht zu einem positven Ergebnis. Mit 33,88 % (35,66) und minus 1,78 % gestaltet sich die Bilanz erträglich. Der klare Sieger trägt in Kematen die Farbe Rot! 8,45 % Plus oder 19,17 % (10,72) hebeln die SPÖ auf Rang 2. Da können die Grünen diesmal nicht mithalten, obwohl 18,87 % (16,35) oder 2,52 % Plus ein gutes Ergebnis bedeuten. Auch die FPÖ frohlockt. Mit 14,12 % (11,13 %) oder einem Plus von 2,99 % ist man der Konkurrenz hart auf den Fersen. Auch hier liegen die NEOS mit 9,36 % unter 10 Prozent.

Krisenstimmung gibt es wohl auch bei der ÖVP in Mutters. Minus 9,42 % oder 34,57 % gegenüber 43,99 % bei den letzten Wahlen fallen ebenfalls bereits in die Kategorie „Debakel“. Die Grünen konnten zwar Rang 2 mit 19,41 % (16,64 %) souverän behaupten, 2,77 % Zuwachs nehmen sich aber sehr bescheiden aus, wenn man die Konkurrenz betrachtet. Die FPÖ legte 8,46 % zu und überholte mit 15,71 % (7,25) die SPÖ. Die hat ihrerseits aber auch Grund zur Freude. Mit einem Plus von 6,11 % verpassten sie das FPö-Ergebnis zwar knapp, beide Parteien schafften hier aber den Sprung aus dem „Unter-10-Prozent-Niemandland“ souverän. Fast hätten es auch die NEOS geschafft: 9,61 %!

Im Nachbardorf Natters darf die ÖVP hingegen ganz anders auftreten. Zwar gibt es auch hier keine schwarzen Zahlen, aber mit 1,43 % oder 35,79 % (37,22) halten sich die Verluste in Grenzen. Auch in Natters haben die Grünen die zweite Position mit 23,43 % (20,13) verteidigt, die FPÖ ist hingegen auch hier an der SPÖ vorbeigezogen. Plus 5,61 % ergeben nunmehr 14,39 % für die Blauen, die damit die SPÖ mit 12,92 % (10,70 %) und einem Plus von 2,22 % klar ausgebremst hat. NEOS: 8,49 %!

8,58 % Minus bedeuten für die ÖVP in Oberperfuss 33,10 % statt 41,68 % im Jahr 2009. In Oberperfuss wehen auf Platz 2 die roten Fahnen: Mit 20,14 % (14.08) oder + 6,06 % liegen die Sozialisten weiterhin knapp vor den Grünen, die ihrerseits 5,96 % zulegen konnten und nunmehr bei 18,48 % (12,52 %) stehen. Immerhin 2,76 % Plus verzeichnet die FPÖ - neuer Stand: 11,72 % und damit ebenfalls über 10 Prozent (2009: 8,96). Die NEOS sind den Blauen aber hier auf den Fersen: 10,90 starke Prozent!

Kein anderes Bild als in den bisher aufgezählten Gemeinden läst sich in Ranggen zeichnen: ÖVP und BZÖ mit einer Klatsche, alle anderen deutlich im Plus. In Zahlren: Die ÖVP verliert mit 38,94 % (45,73 %) ganze 6,79 %! Klarer Sieger sind in Ranggen aber die Blauen: Die FPÖ stürmt an Rot und Grün mit + 8,92 % vorbei und hält nun bei 17,45 % (8,53 %). Die Grünen liegen hier überhaupt nur auf Rang 4 – + 3,81 % bedeuten aber immerhin 13,71 % (9,90 %). NEOS: 9,66 Prozent!

Die ÖVP überall im klaren Minus! Mitnichten! In St. Sigmund im Sellraintal gehen die Uhren wieder einmal völlig anders – der Statstikkuchen zeigt hier zu fast dreiviertel der Gesamtfläche die Farbe Schwarz! 69,77 % bedeuten einen Zuwachs von 13,96 % für die ÖVP, die aber bereits 2009 mit 55,81 % triumphierte. Freilich muss man in der Kleingemeinde eines relativieren: Der prozentmäßige Zuwachs resultiert aus sechs Wählern, die den Stimmenanteil von 24 auf 30 erhöhten. Den zweiten Platz eroberte die FPÖ mit 13,95 % (11,83 %) oder einem Plus von 2,32 %. Exakt diese 2,32 % bilanzierte auch die SPÖ, das Ergebnis ist mit 4,65 % aber bescheiden. Achtung, jetzt kommt noch was: So wie 2009 fand sich auch 2014 kein einziger Grün-Wähler! Das Ergebnis für Grün ist ident mit dem des BZÖ: Beide haben in St. Sigmund 0,00 Prozent. Da dürfen die NEOS mit 2,33 % ja fast jubilieren, obwohl nur ein einziger Wähler für dieses Ergebnis verantwortlich ist.

Exakt 50,00 % für die ÖVP in Sellrain – 3,91 % mehr als 2009 ist gewiss kein Ruhmesblatt, aber immerhin steht hier auch ein Plus für die Schwarzen. Hat es in Gries oder in St. Sigmund noch geheißen, dass es die Grünen im Sellraintal schwer haben, so gilt das nicht für den vorderen Teil des Tales: Sie stehen zwar immer noch Rang vier, halten aber jetzt bei starken 10,76 %. Platz zwei geht wie bereits 2009 an die SPö mit 20,49 % vor der FPö mit 13,19 %.

Auffallend in der Kleingemeinde Unterperfuss: + 14,55 % für die FPÖ, die mit exakt 20 % der Stimmen auf Rang 2 in der Wählergunst stürmt. Die ÖVP dominiert hier natürlich mit 51,11 % und einem leichten Zuwachs von 0,2 %. Ein Kuriosum, dass wohl nur in so kleinen Kommunen möglich ist: Sowohl die SPÖ als auch die Grünen und auch die NEOS halten jeweils bei exakt 8,89 % der Stimmen.

Überraschung in Völs: Die ÖVP verliert zwar leicht, aber doch! 27,80 % der STimmen sind ein Minus von 1,43 % gegenüber 2009. Kopf an Kopf gehen die anderen drei durchs Ziel: SPÖ 18,92 % (+ 5,71 %), Grüne 18,76 % (+ 3,15 %) und FPÖ 18,09 % (+4,37 %). Die NEOS liegen in der Marktgemeinde bei 9,21 %!

Hier geht's zur Berichterstattung in den Bezirken

Das Bezirks-Wahlergebnis 2009

ÖVP: 34,00 Prozent
Martin: 21,65 Prozent
Grüne: 14,08 Prozent
SPÖ: 13,50 Prozent
FPÖ: 11,70 Prozent
BZÖ: 3,72 Prozent
JuLis: 0,89 Prozent
KPÖ: 0,47 Prozent

Folgende Parteien treten zur Europa-Wahl 2014 an:

• ÖVP (Österreichische Volkspartei – Liste Othmar Karas)
• SPÖ (Sozialdemokratische Partei Österreichs)
• FPÖ (Freiheitliche Partei Österreichs – Die Freiheitlichen)
• Die Grünen - Die Grüne Alternative
• BZÖ (Bündnis Zukunft Österreich – Liste Mag. Werthmann)
• NEOS (Das Neue Österreich und Liberales Forum)
• REKOS (Die Reformkonservativen – Liste Ewald Stadler)
• ANDERS (Europa Anders - KPÖ, Piratenpartei, Wandel und Unabhängige)
• EUSTOP (EU-Austritt, Direkte Demokratie, Neutralität)

Am 25. Mai ab 17 Uhr finden Sie hier die alle Hochrechnungen zur EU-Wahl 2014.
Autor:

Bezirksblätter Westliches-Mittelgebirge aus Innsbruck

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