26.01.2012, 15:08 Uhr

Die Bäckerei Bucher - lokale Handwerksbetriebe "bitte vor den Vorhang!"

Axams: Axams | Es ist an der Zeit, die wenigen noch ortsansässigen Betriebe hervorzuheben und zu schätzen.

Immer mehr stirbt der kleine Betrieb aus und wird durch uniforme Riesenketten und deren gleichförmiges Angebot ersetzt. Brotfabriken und Supermarktketten machen den kleinen Bäckern das Leben wahrlich schwer genug.

Die Bäckerei Bucher wurde 1976 von Hans Bucher gegründet. 1975 baute er in Axams seine Bäckerei mit Backstube, die seither gutes Brot, gute saisonale Produkte und immer wieder etwas Neues für den Gaumen hervorbringt.

Nun setzt seine Tochter Rosi, die schon als junge Bäckerin bei der Europameisterschaft der Bäcker im fernen Oslo eine Silbermedaille erkämpfte, die Familientradition fort. Damit die Kette nicht unterbrochen wird, tritt nunmehr der jüngste Sproß, Andreas, in die Fußstapfen seiner tüchtigen Mutter. Sieger beim Lehrlingswettbewerb der Bäcker


Heute backt und formt sie und ihr kleines Team für drei Standorte: für Axams, den Heimatbetrieb, für Götzens mit angrenzendem Imbisslokal und für Hall.

Das wohlausgewogene Rezept um gegen die Großen zu bestehen lautet:
Geschmacklich gut, frisch und hochwertig!

Eigene Brotsorten werden erfunden, wie das Holzofenbrot oder das Lizumbrot. Konservierungsmittel sind verpönt, alles gibt es frisch oder mit ausgeklügeltem Rezept hergestellt, wie das Dinkelvollkornbrot. Saisonale Produkte, damit sich der Kunde nicht an einem Produkt übersättigt, sondern sich immer wieder darauf freut, wie Kirchtagskrapfen, Faschingskrapfen oder Fastenbrezen. Mut zur Lücke: Nicht jedes Brot gibt es täglich zu kaufen, da muss der Kunde auch ein bisschen nachdenken oder vorausplanen, das hält auch geistig fit.

Was mir als Kunde besonders gut gefällt: Es wird nicht zum Wegwerfen produziert. Das heißt, komme ich fünf Minuten vor Schlusszeit, dann gibt es schlicht nur mehr das Brot, das noch nicht verkauft wurde. Da wird nicht um jeden Preis das frische Baguette fünf Minuten vor Sperrzeit gebacken und dann landet es unverkauft im Müll, wie bei vielen Supermarktketten.

Das wenig verbliebene Brot vom Vortag wird am nächsten Tag günstig verkauft oder zu Knödelbrot oder Bröseln verarbeitet. Wegwerfen gibt es bei Buchers nicht.
Wer im westlichen Mittelgebirge wohnt und noch nie ein Bucherbrot gegen das von den Supermärkten gegenverkostet hat, sollte das schleunigst nachholen.

Wer wissen will, wie das Zeichen
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Mario Oberhollenzer aus Telfs | 04.02.2012 | 06:41   Melden
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