Pure Logik
Computer als Entscheidungshelfer

Kees van Berkel ist Doktorand am Insitute for Logic and Computation der Technischen Universität Wien
  • Kees van Berkel ist Doktorand am Insitute for Logic and Computation der Technischen Universität Wien
  • Foto: VCLA der TU Wien
  • hochgeladen von Katharina Kropshofer

Kees van Berkel versucht Computersystemen logisches Denken beizubringen

WIEDEN. Normativ. Das ist alles was gut oder schlecht, richtig oder falsch ist, sprich: einer gewissen Norm entspricht. Diese Art des logischen Denkens wird nicht nur in Philosophie oder dem Rechtswesen angewendet, sie findet sich auch in technischen Fragen wieder: „Wir benützen formale Werkzeuge wie Logik, um diese Art des Argumentierens auch für intelligente Computersysteme verfügbar zu machen“, sagt Kees van Berkel. Bevor er nach Wien kam, studierte er Philsophie und später Logik in Amsterdam. Heute ist er Doktorand bei Agata Ciabattoni am Institute for Logic and Computation der Technischen Universität Wien und forscht an Logik als Vermittlung von normativem Entscheidungsprozessen.

„Wenn man mit Computern arbeitet, dann haben wir viele quantitative Daten. Aber wenn wir über qualitative Daten, etwa in Form von philosophischen Konzepten sprechen, funktioniert die mathematische Computersprache oft nicht.“

Philosophie versus Mathematik

Die größte Herausforderung sei es dabei, diese philosophischen Konzepten mathematisch zu interpretieren, um sie dann in ein System – zum Beispiel künstlicher Intelligenz – zu integrieren. Es gehe dabei jedoch nicht darum, diese normativen Fragen bereits zu beantworten, sondern lediglich um die Umsetzung dieser Denkweise im Rahmen von Konzepten wie Verbot oder Pflicht.

Computerprogramme oder Algorithmen, die daraus entstehen, könnten dem Staat oder einem Institut jedoch bei gewissen Entscheidungsfindungen helfen, etwa wenn es darum geht Rechtstexte automatisiert zu analysieren. „Ich denke da an Programme, die vorschlagen können, ob man einen Fall annehmen sollte, da gegen ein Gesetz verbrochen wurde“, so van Berkel. Noch gebe es jedoch noch nicht viele konkrete Anwendungen für sein Forschungsfeld: „Es gibt immer noch viele Diskrepanzen zwischen den philosophischen Argumenten und der mathematischen Sprache. Wir müssen hier also noch viele Puzzles lösen.“

Großer Rätselfan

Apropos Puzzle: Van Berkel ist selbst Fan von Rätseln und entwarf erst vor kurzem ein Logikpuzzle, welches das Vienna Center for Logic and Algorithms am Wiener Ball der Wissenschaften präsentiert. Es basiert auf dem berühmten Zebra Puzzle, das Albert Einstein und Alice im Wunderland-Autor Lewis Carroll zugeschrieben wird. „Um es zu lösen, muss man einige Schritte in die Zukunft denken. Das ist im Endeffekt auch das, was Logik ist.“

Autor:

Katharina Kropshofer aus Währing

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