"Orte des Respekts": Projekt "Fair-Teiler" zum Landessieger gekürt

Vereinsgründerin Andrea Beltrame (2.v.r.) nahm von Karl Stoss, Vorstand Österreichische Lotterien und Christian Köck, Vorstandsmitglied des Vereins Respekt.net die Auszeichnung entgegen.
  • Vereinsgründerin Andrea Beltrame (2.v.r.) nahm von Karl Stoss, Vorstand Österreichische Lotterien und Christian Köck, Vorstandsmitglied des Vereins Respekt.net die Auszeichnung entgegen.
  • Foto: APA/Richard Tanzer
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WIEN. Im Rahmen des Wettbewerbs "Österreich sucht Orte des Respekts" wurden Initiativen gesucht, die ein besseres gesellschaftliches Zusammenleben fördern – Orte, an denen Menschen etwas Besonderes für die Gemeinschaft leisten.

Als Landessieger wurde nun das Projekt "Fair-Tailer" des Vereins foodsharing Österreich ausgezeichnet. Preisgeld: 2.000 Euro. "Fair-Tailer" sind öffentliche Kühlschränke, die derzeit quer durch die Stadt zu finden sind – etwa in Universitäten, Cafés, Büros oder im öffentlichen Raum. Sie sind für alle zugängliche Sammelstellen für Lebensmittel die noch genießbar sind, aber nicht mehr benötigt werden. Bedienen darf sich dort jeder, und zwar kostenlos. "In Wien ist die Nachfrage so groß, dass wir daran arbeiten, in jedem Bezirk mindestens einen Fair-Teiler zu etablieren," sagt Vereinsgründerin Andrea Beltrame. Derzeit gibt es 19 Fair-Teiler in der Bundeshauptstadt. Zu finden sind die Kühlschränke beispielsweise in der Volkshochschule Landstraße (3., Hainburgerstraße 29) oder in der Volkshochschule Donaustadt (22., Bernoullistraße 1).

"Wir möchten das globale Problem der Lebensmittelverschwendung lokal lösen und Bewusstsein für den ideellen Wert der Nahrung schaffen. Mit den Fair-Teilern ermöglichen wir allen Menschen selbst aktiv an der Lösung mitzuwirken", so Beltrame. Überschüssige Lebensmittel können so unkompliziert und kostenlos geteilt werden.

Große Nachfrage in Wien

"Die soziale Innovation des Fair-Teilers liegt in der Einfachheit des Konzepts. Jeder einzelne von uns ist mit Lebensmittelverschwendung konfrontiert. Eine starke Idee, die in der Realität leicht umsetzbar ist, ermöglicht, dass sie überall und von jedem übernommen werden kann", so ORF-Fernsehdirektorin Kathrin Zechner über die Wahl des Landessiegers. Der schnelle Erfolg der Initiative mache deutlich, dass hier effizient auf ein weit verbreitetes Bedürfnis der Wiener geantwortet wurde.

Hintergrund:

Bericht:Dumpstern in der Brigittenau

Autor:

Andreas Edler aus Wieden

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