Zuwanderung
Die meisten Ausländer in Österreich sind Deutsche

Fast 17 Prozent der österreichischen Bevölkerung sind nichtösterreichische Staatsbürger. Rund 13 Prozent davon kommen aus Deutschland.
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  • hochgeladen von Maria Jelenko-Benedikt

Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Netto-Zuwanderung um rund 15 Prozent (2018: +35.301 Personen), blieb allerdings weiterhin unter den Werten aller Jahre zwischen 2012 und 2017. In diesem Zeitraum war die Netto-Zuwanderung zwischen +43.797 (2012) und +113.067 (2015) gelegen. Fast 17 Prozent der Bevölkerung sind nicht österreichische Staatsbürger, die meisten davon Deutsche. Das belegt eine aktuelle Analyse von Statistik Austria.

Der Saldo bei Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft war mit -4.343 dem langjährigen Trend entsprechend auch im Jahr 2019 negativ. Der Wanderungssaldo der nicht-österreichischen Staatsangehörigen fiel hingegen mit +44.956 Personen positiv aus und lag damit um 12,3 Prozent über dem Wert des Vorjahres (2018: +40.017 Personen).

Überwiegend Zuwanderung aus Europa

Drei Viertel der Wanderungsgewinne bei ausländischen Staatsangehörigen entfielen 2019 auf Angehörige von anderen EU- bzw. EFTA-Staaten (+33.497 Personen) und nur ein Viertel auf Drittstaatsangehörige (+11.459).

Gegenüber dem Vorjahr stieg der Wanderungsgewinn von EU- und EFTA-Angehörigen nur leicht an (2018: 32.002; +4,7%), während sich die Netto-Zuwanderung von Drittstaatsangehörigen um 43,0% erhöhte (2018: +8.015). Unter den im Jahr 2019 neu zugewanderten Drittstaatsangehörigen entfielen 60,8% des Saldos auf Angehörige europäischer Drittstaaten (+6.966), während 39,2% bzw. 4.493 Personen Staatsangehörige außereuropäischer Nationen waren.

Rumänen und Deutsche kamen am meisten

Den größten Zuwanderungsüberschuss gab es 2019 bei Rumäninnen und Rumänen (+8.718 Personen), gefolgt von deutschen (+7.227), ungarischen (+4.036), kroatischen (+2.860) und bulgarischen (+2.400) Staatsangehörigen. Unter den Drittstaatsangehörigen ergaben sich die höchsten Zuwanderungsüberschüsse bei Staatsangehörigen aus Bosnien und Herzegowina (+1.689), Serbien (+1.588) und Syrien (+1.060). Bei afghanischen Staatsangehörigen gab es dagegen um 803 mehr Wegzüge als Zuzüge.

13,5% der Bevölkerung Deutsche

Am 1. Jänner 2020 lebten insgesamt 1.486.223 Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Österreich. Dies entsprach einem Anteil von rund 16,7% an der Gesamtbevölkerung Österreichs.

Unter den nicht-österreichischen Staatsangehörigen stammte etwas mehr als die Hälfte (778.443 Personen bzw. 52,4%) aus den EU- und EFTA-Ländern, davon insgesamt 199.993 Deutsche, die mit einem Anteil von 13,5% die größte Ausländergruppe in Österreich bildeten. Insgesamt 707.780 Personen waren Drittstaatsangehörige, worunter Serbinnen und Serben (122.115 Personen) die größte Nationalität vor Türkinnen und Türken (117.607 Personen) ausmachten.

Internationale Zuwanderung in Wien konzentriert

Auf Ebene der Bundesländer blieb Wien das wichtigste Ziel der internationalen Zuwanderung nach Österreich. 35,8 Prozent des Wanderungssaldos 2019 (+14.526 Personen) entfielen auf die Bundeshauptstadt Wien. Ebenfalls hohe Wanderungsgewinne aus dem Ausland verzeichneten Oberösterreich (+6.956 Personen), die Steiermark (+4.446), Niederösterreich (+3.481) und Tirol (+3.414).

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