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Eine Radweg-Verlegung sorgt für tobendes Polit Hick-Hack
- Wird die Wasserwelt zum Radweg?
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Eine noch in der Schwebe hängende Radweg-Verlegung scheidet die Geister in Rudolfsheim und Penzing.
WIEN/PENZING/RUDOLFSHEIM. Dass das Radfahren in Wien bekanntlich die Geister spaltet, ist ja nichts Neues. Stein des Anstoßes ist diesmal ein Radweg, der in noch ungewisser Zukunft über die Rudolfsheimer Wasserwelt führen soll. Grund dafür ist die in Penzing geplante Verlegung des Radweges von der Hütteldorfer Straße, die ja eine Schienenstraße ist, in die Meiselstraße.
Die Grünen Rudolfsheim-Fünfhaus prangern an, dass die SPÖ den Bürgerinnen und Bürgern Informationen über den Radweg unterschlägt. "Die Gespräche dazu fanden still und heimlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt", zeigt sich Haroun Moalla, stellvertretender Bezirksvorsteher, entrüstet. "Ein Radweg auf der Wasserwelt ist durch Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den beteiligten Verkehrsteilnehmern und die zahlreichen Engstellen eine sensible Angelegenheit“, erklärt er. Es wirke, als bastle man an Lösungen, die in vier Jahren nicht mehr ausreichend sein werden.
- Die Grünen vermissen, dass Informationen an die Anrainerinnen und Anrainer weitergegeben werden.
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Weiters stößt sauer auf, dass die SPÖ verpasst hat, die Anrainerinnen und Anrainer über die Pläne zu informieren: "Jetzt wäre es an der Zeit gewesen, die Anrainer einzubinden. Dass dies verweigert wird, ist unbegreifbar."
Verlegung in Penzing
Den Stein ins Rollen gebracht hat die Bezirksvorstehung in Penzing. Man wünsche sich eine Verlegung des Radwegs Hütteldorfer Straße in die parallel laufende Meiselstraße. Aus dem Büro von Bezirksvorsteherin Michaela Schüchner (SPÖ) heißt es, dass der Radweg in der Hütteldorfer Straße zu eng sei und man plane, Bäume entlang der Straße zu setzen: "Diese Pläne sind allerdings noch in weiter Ferne. Es gibt bis dato keinen Zeitplan."
- Viel zu eng soll es bei der Wasserwelt für einen Radweg sein.
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Anneliese Kästner-Hejda, Grüne-Klubobfrau in Penzing, weiß, wie polarisierend der Interessenskonflikt um das Thema Radweg ist: "Der Verlauf des Radwegs in Rudolfsheim ist grundsätzlich nicht unsere Sache. Aber dass in Penzing der Radweg von einer Hauptstraße in eine Nebenstraße verlegt werden soll, ist nicht der richtige Ansatz."
Kästner-Hejda erklärt weiter, dass Radlerinnen und Radler so gezwungen sind, eine Zick-Zack-Route zu nehmen. Die wichtigen Destinationen wie Einzelhandel, Supermärkte und auch Büros oder gar Fitnesscenter liegen nicht in reinen Wohngegenden sondern eben an Hauptstraßen. Die hohe Kaufkraft der Radfahrenden sollte bei Radwegplanungen nicht unterschätzt werden.
- Die Meiselstraße soll zum Radweg werden.
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Prüfung durch Experten
Die SPÖ im Fünfzehnten will die Anschuldigungen der Grünen nicht unkommentiert auf sich sitzen lassen: "Die Grünen hätten sich im Vorfeld informieren müssen, dass nicht alle Fraktionen in der Bezirksvertretung für das Radfahren auf der Wasserwelt sind und gerne unterschiedliche Möglichkeiten besprochen hätten. Wäre dies im Vorfeld abgeklärt worden, hätten sie den Antrag in der Zuweisung wohl selbst nicht abgelehnt", argumentiert SPÖ-Klubobfrau Verena Schweiger.
Damit eine konfliktfreie Nutzung der Wasserwelt möglich ist, wird das Unterfangen von einer Fachdienststelle geprüft. Wie sich die Pläne entwickeln, bleibt abzuwarten.
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