Sim Racing Lab
Die (virtuelle) Motorsport-Welt kommt nach Wiener Neustadt

v.l.n.r.: Peter Erlacher, Karl Wendlinger und Monisha Kaltenborn. | Foto: FHWN
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Die Formel 1 zieht seit jeher Millionen Motorsportfans in ihren Bann – doch auch der virtuelle Motorsport erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Mittlerweile wurde das virtuelle Rennfahren für einige Menschen sogar schon zur Profession. Dieses neue und faszinierende Feld weiterzuentwickeln und dabei Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf höchstem Niveau zu betreiben ist das Ziel der neuen Kooperation zwischen dem von Ex-Formel-1-Teamchefin Monisha Kaltenborn geführten Unternehmen „Racing Unleashed“ und der Fachhochschule Wiener Neustadt.

WIENER NEUSTADT. Auch wenn man „nur“ im Rennsimulator von „Racing Unleashed“ sitzt – hat das Rennen erst einmal begonnen, ist die Realität von der virtuellen Welt kaum mehr zu unterscheiden. Zwei der hochmodernen Racing Simulatoren, die im motorsport-verrückten Maranello aus Kohlefasern produziert werden, haben ihren Weg ins Innovation Lab der FHWN gefunden. Dort werden sie von Profis zum Training genutzt (und dabei wissenschaftlich überwacht). Hintergrund ist eine Kooperation zwischen der Fachhochschule Wiener Neustadt und dem e-Sport-Giganten „Racing Unleashed“.

„Mit dieser Kooperation setzen wir unseren Weg der Innovation und des out-of-the-box-Denkens fort. Als Hochschule können wir mit verschiedenen Forschungsdesigns zur Weiterentwicklung der E-Sportlerinnen und Sportler beitragen, und unseren Studierenden eröffnet sich die Möglichkeit, in einem völlig neuen Feld Erfahrung zu sammeln“, freut sich FHWN-COO Peter Erlacher über die Zusammenarbeit.

Auch Monisha Kaltenborn, die bereits im Jahr 2010 als erste weibliche Geschäftsführerin eines Formel-1-Teams im „realen“ Motorsport Pionierarbeit leistete, ist von der künftigen Kooperation begeistert:  „Unser Ziel ist es, den Rennsimulator der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Mit der Forschungsidee und neuen Partnerschaft mit der FHWN kommen wir diesem Ziel - auf eine ganz neue Art - sehr nahe: Wir werden die Auswirkungen von kognitiven Fähigkeiten und den Einfluss auf Neuro-vegetativen Stress im Rennsimulator mit entsprechenden Forschungsansätzen verstehen lernen und freuen uns sehr, mit den Studierenden der FHWN gemeinsam zu arbeiten.“

Feierliche Eröffnung

Bei der Eröffnung des neuen Sim Racing Labs, das im Innovation Lab der FHWN seinen Platz findet, überzeugten sich auch Bürgermeister Klaus Schneeberger und der Landesrat für Wirtschaft, Tourismus und Sport, Jochen Danninger, von den virtuellen High-Tech-Boliden.

„Die Fachhochschule Wiener Neustadt ist seit ihrem Bestehen für die Praxisnähe bekannt und beliebt. Mit dieser Kooperation wird hier ein weiterer Meilenstein gesetzt, wo sich Lehre, Forschung und Wirtschaft perfekt ergänzen. Dass dies noch dazu mit einer derart internationalen Größe wie 'Racing Unleashed' und Monisha Kaltenborn gelingt, setzt dem Ganzen noch das Sahnehäubchen auf. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit und die hinkünftigen gemeinsamen Projekte“, so Schneeberger.

Für Landesrat Danninger sind Projekte wie dieses wichtige Meilensteine für die Weiterentwicklung des Wirtschafts- und Innovationsstandorts Niederösterreich: „Das Thema Innovation hat in Niederösterreich hohe Priorität, denn Innovations- und Forschungsaktivitäen sind wesentliche Faktoren für die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Der Technopolstandort Wiener Neustadt ist eines der wichtigsten Innovationszentren im Land und die FHWN ist ein ganz wesentlicher Teil davon. Die Kooperation mit ‚Racing Unleashed‘ eröffnet eine ganze Bandbreite neuer Möglichkeiten und ist nicht nur für den Standort und die Region, sondern für ganz Niederösterreich ein großer Gewinn.“

Virtuelle Strecke, realer Stress

Die Fahrleistung in einem Rennsimulator ist sowohl eine körperlich als auch kognitiv herausfordernde Tätigkeit. Die Fakultäten Gesundheit und Sport widmen sich in einem interdisziplinären Pilotprojekt dem erlebten Stress während des Simulator-Fahrens sowie dem Einfluss von ausgewählten kognitiven Funktionen auf den Stresslevel. Ziel ist es, den während des Simulator-Fahrens aufkommenden Stress anhand von Stressparametern im Blut zu erheben.

Zu den exekutiven Funktionen zählen das Arbeitsgedächtnis (kurzfristiges Speichern sowie aktives Aufrechterhalten von Informationen, die für die Aufgabe relevant sind), Inhibition (Fähigkeit, sich nicht ablenken zu lassen) und kognitive Flexibilität. „Diese baut auf den anderen Funktionen auf und beinhaltet u.a. das Wechseln von Perspektiven und des Aufmerksamkeitsfokus, die Fähigkeit sich flexibel auf neue Anforderungen einzustellen sowie ein thinking outside the box“, erklärt die Leiterin der Fakultät Gesundheit, Bettina Koller-Resetarics.

Auch die FOTEC, das Forschungsunternehmen der FH Wiener Neustadt, ist an dem Projekt beteiligt – sie wird den möglichen Einsatz der additiven Fertigung prüfen. „Die additive Fertigung ist prädestiniert für eine Individualisierung. Es könnten damit beispielsweise auf die Hände und Finger der Rennfahrer maßgeschneiderte Lenkräder realisiert werden.“ erläutert FOTEC-Geschäftsführer Helmut Loibl.

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