20.10.2014, 12:00 Uhr

Von Bärli bis Muli: so heißen wir auch

WIENER NEUSTADT. Sie begleiten uns ein Leben und oft wird man sie kaum mehr los. Manche Promis haben ihre Spitznamen sogar zum Markenzeichen gemacht. Etwa Alecia Beth Moore . Weil sie als Kind leicht rot wurde wenn sie sich schämte, kennt sie heute die ganze Welt als "Pink".
Auch den Vornamen von "Bärli" Zarski kennt kaum wer in der Allzeit Getreuen. "Eigentlich heißt mein Mann Reinhard", lässt SPÖ-Gemeinderätin Gina Zarski wissen. "Der Name hat sich eigentlich so ergeben. Er hat in seiner Art zu verdanken. Er ist einfach ein liebenswerter, ruhiger Mensch", streut seine Frau "Bärli" Rosen.
Einen wenig schmeichelnden Spitznamen hat auch Bürgermeister Bernhard Müller. Er wird von "alten" Freunden gerne Muli gerufen. "In der ersten Klasse BRG Gröhrmühlgasse - also vor mehr als 30 Jahren - kreierte ein Mitschüler in entfernter Anlehnung an meinen Nachnamen den Spitznamen "Muli". Bald sagten alle so zu mir. Dies wurde ständig weitergetragen. Zuerst in der HAK, dann auch beim Bundesheer. Erst seit meiner Berufszeit ist es etwas in Vergessenheit geraten", schildert der Stadtchef die Entstehung seines Spitznamens.
Ebenfalls in der Schule hat "Ginny" Weber ihren Spitznamen bekommen. Bei Rudolfine Regina Weber war es aber der Physikprofessor, der ihr den Namen "Ginny" verpasste. Weber: "Er hat zuerst Gina vorgeschlagen, aber da gab es in der Klasse wegen Gina Lollobrigida nur Gelächter. Auch Fini fand keinen Anklang. Also meinte er Ginny. Da haben alle applaudiert. Nun bin ich seit meinen 11. Lebensjahr die Ginny."
Nur unter seinem ungewöhnlichen Spitznamen kennt man Franz Riener. Er ist einfach "da Tschula". Warum? Riener: "Den Spitznamen hab ich von meinen Großvater. Er war Ungar. Die genaue Bedeutung weiß ich nicht mehr, aber die Schreibweise ist sicher eingedeutscht."
Schmunzeln muss man bei Christian Stockers Verbindungsnamen. Er nannte sich "Sturmi". "Ich war 16 Jahre alt und wahrscheinlich besonders stürmisch", lacht der Wiener Neustädter Vizebürgermeister.
Weniger kreativ sind da sie Spitznamen wie "Noldi" für Arnold Grabner oder "Schnee" für Klaus Schneeberger.
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