09.04.2014, 10:53 Uhr

Windkraft-Zonen nun endgültig fixiert

In diesen 68 grün markierten Zonen können Windparks errichtet werden - müssen aber nicht. Die 15 rot markierten Regionen wurden aus dem ursprünglichen Plan wieder entfernt - teils auf Wunsch der Gemeinden.

In diesen Zonen Niederösterreichs dürfen in Zukunft Windräder errichtet werden. 15 von 83 Regionen wurden nach Gemeinde-Protesten gestrichen.

Nun ist endgültig fix, an welchen Standorten in Niederösterreich in Zukunft neue Windkraftanlagen errichtet werden dürfen. Mittwoch vormittag präsentierte Umweltlandesrat Stephan Pernkopf den endgültigen Zonenplan. Nach der Vorstellung des Begutachtugsentwurfes im Vorjahr konnten Anrainer und Gemeinden der 83 möglichen Regionen Stellung beziehen. Diese Möglichkeit wurde auch ausgiebig genutzt. In 45 der 83 Zonen wurden nach Abstimmung zwischen Experten und Gemeinden Anpassungen vorgenommen 15 wurden teils auf Bitte der Gemeinden überhaupt ganz gestrichen.

Wegen Einwänden von Gemeinden fielen die Zonen in Weikendorf, Lassee, Großenzersdorf, Himberg, Lichtenwörth Herzogenburg und Wiesmath.

Wegen fachlicher Gründe wurden folgende Zonen gestrichen: Blindenmarkt, Hiesberg Michelhausen, Unterstinkenbrunn, Windpark Nordwald (Nähe Nationalpark Thayatal), Predigtsuhl und Groß Sieghartser Berg sowie Ludweis.

Somit verbleiben 68 Zonen, die Fläche hat sich von 1,9 Prozent der Fläche auf 1,5 reduziert. Pernkopf: „Das zeigt dass wir alle Einwände sehr ernst genommen haben. Trotzdem wollen wir die Energiewende bis 2020 schaffen. Auch die Stimmung in der Bevölkerung unterstützt uns. Bislang wurden bei 24 Projekten in Niederösterreich Volksbefragungen durchgeführt. In 17 Fällen ging das für die Windkraftanlagen aus, nur sieben wurden abgelehnt."

Bei der Präsentation des endgültigen Zonenplanes wurde Pernkopf auch von Experten der Vogelschutz-Organisation Birdlife und des Umweltdachverbandes unterstützt. Sie waren bei der Erstellung des Zonenplanes eng eingebunden. Vor allem Landschaftsschutz und genügend Abstand zu Umweltschutzgebieten und Nationalparks sowie das Freihalten des gesamten alpinen Gebietes wurden besonders berücksichtigt. Gerhard Heilgbrunner vom Umweltdachverband: „Vor allem die Streichung der Zonen in der Nähe des Nationalparks Thayatal war vorbildhaft im Sinne die Energie-Ziele zu erreichen, aber nicht um jeden Preis." Gerald Pfiffinger von "Birdlife": „Auch ich möchte mich bedanken, die Zusammenarbeit mit dem Land war gut und wir sind sehr zufrieden, dass auch seltene Vogelarten wie der Kaiseraler effizient geschützt werden können."

Pernkopf: „Wir können unsere Energieziele nun sicher erreichen. Wieviele Windräder neu gebaut werden, ob das 150, 200 oder 250 sind, kann man nicht genau sagen. Denn auch die Technik schreitet weiter voran. Ein Windrad hat nun etwa 15 mal so viel Leistung als noch vor 15 Jahren, auch die Technik entwickelt sich rasant."
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