14.11.2016, 09:50 Uhr

Neophyten geht es im Lavanttal an den Kragen

Umweltlandesrat Rolf Holub (Mitte) kam selbst zum Aktionstag im Lavanttal (Foto: Büro LR Holub)

Aktionstag zur Bekämpfung invasiver Arten mit Landesrat Rolf Holub von den Grünen im Lavanttal.

LAVANTTAL. Mit einer Neophyten-Bekämpfungsaktion im Lavanttal setzte die Naturschutzabteilung des Landes ein Zeichen gegen invasive Arten. Auch Umweltreferent Rolf Holub (Die Grünen), der sich bei der Aktion vor Ort beteilgte, dankte den zahlreichen Helfern. "Neophyten und Neozoen sind im gesamten Bundesgebiet weit verbreitet und sind eine große Herausforderung in ganz Österreich. Invasive, eingeschleppte und nicht heimische Pflanzen haben unerwünschte Auswirkungen auf heimische Arten und können diese verdrängen aber auch gesundheitliche Probleme verursachen", so Holub. Umso wichtiger sei es, diese invasiven Arten auszumachen und einzudämmen.

Weitere Aktionstage geplant

Zu den Problemarten gehören unter anderem das Drüsige Springkraut, der Riesen-Bärenklau, der Japan-Staudenknöderich und auch die Robinie, die im Lavanttal in einem Life-Projektgebiet auf einer Länge von 300 Metern und einer Breite von 50 Metern geringelt wurde. In Zukunft seien weitere solcher Aktionstage geplant, informierte Holub, der auch die Bevölkerung zum Handeln aufruft. "Wenn sich Grundeigentümer, Waldbesitzer oder Vereine für eine Bekämpfung der invasiven Neophyten engagieren, können wir uns gemeinsam für die heimischen Pflanzenarten stark machen. Die Umweltabteilung des Landes wird jedenfalls weiterhin für den Schutz der heimischen Arten und gegen eingeschleppte, invasive Pflanzen arbeiten", so Holub.

"Gründliche Reinigung"

Es sei zudem sehr wichtig, die Weiterverbreitung von Neophyten zu vermeiden. Gerade Gerätschaften, die im Straßenbau oder in der Landwirtschaft genutzt werden und in einem Neophyten-Gebiet eingesetzt werden, verschleppen sehr oft Neophyten-Samen in noch nicht belastete Gebiete. "Hier ist eine gründliche Reinigung des Arbeitsgeräts unabdingbar, will man eine weitere Verbreitung vermeiden", erklärte Holub.
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