Interview
Beton-Pionier auf Expansionskurs

Werner Jungwirth führt den Betrieb seit 2002.
  • Werner Jungwirth führt den Betrieb seit 2002.
  • Foto: Lukas Lorenz
  • hochgeladen von Bernhard Schabauer

Betonwerk Jungwirth: Von Sonderanfertigungen bis Massenproduktion

RAPPOTTENSTEIN. Sie besetzt viele Nischen, steckt viel Mitarbeiter-Know-how in die Entwicklung neuer Produkte und beliefert Häuslbauer und Baufirmen von Linz bis Wien mit Decken, Wänden und Fertigteilen. Die Firma Betonwerk Jungwirth aus Rappottenstein setzt ihren eingeschlagenen Weg fort und expandiert am Standort laufend in neue Fertigungsanlagen und -hallen. Wir haben Firmenchef Werner Jungwirth zum Interview getroffen.

BEZIRKSBLÄTTER: Die Firma Jungwirth hat eine lange Tradition im Waldviertel. 1926 gegründet, 2002 von Ihnen übernommen. Was hat sich seither getan?
WERNER JUNGWIRTH: "Ich habe den Betrieb 2002 von meinem Vater übernommen. Der Betrieb wurde sehr gut geführt – wir hatten aber sehr viele Produkte, die schon jahrzehntelang in gleicher Art und Weise mittlerweile zum Teil unwirtschaftlich produziert wurden. Ziel war es, neue Produkte in den Betrieb zu holen, welche von der Bauwirtschaft benötigt werden. Die Struktur in unserem Bereich hatte sich über die Jahre stark verändert. Die Kunden in der Region wurden immer weniger und auch handwerklich wurde immer weniger erledigt. Damit mussten wir unseren Fertigungsgrad erhöhen und näher zum Kunden rücken. Wir entschieden uns daher 2004/2005 eine moderne Fertigteilproduktion zu errichten. Der Kunde ist es heute gewohnt, einfach elektronisch zu bestellen und alles frei Haus geliefert zu bekommen – möglichst fertig, unkompliziert, problemlos. Die Qualität und den Namen hatten wir schon immer, aber nur nicht die richtigen Produkte."

Diese Umstellung hat, so nehme ich an, auch viel Know-how erfordert?
"So ist es. Und genau dieses Know-how haben wir uns über die Jahre hart erarbeiten müssen. Das ist jetzt unsere Stärke geworden, es war aber nur mit dieser Anstrengung möglich am Markt zu bestehen und uns mitten im Waldviertel als Produzent zu etablieren. Heute können wir fast jeden Fertigteil nach Kundenwunsch liefern. Wir bauen unsere Möglichkeiten aber auch jetzt immer weiter aus und suchen neue Lösungen für den Markt. Neben einer Fertigteiltreppenlösung basteln wir derzeit etwa an einem Fertigteilsystem in Form eines ‚Lego-Baukastens‘. Außerdem werden Heiz- und Kühlsysteme in Fertigteilen kommen. Wir leben seit Jahren Modernisierung und Innovation, was Wachstum mit sich bringt und mittlerweile 90 Mitarbeiter am Standort beschäftigt."

Wachstum heißt auch, dass aktuell Leute gesucht werden?
"Wir suchen in fast jedem Bereich neue Mitarbeiter – vom Lagerarbeiter bis hin zum technischen Zeichner. Wir sind natürlich bemüht, die Leute dann mit Fachwissen auszustatten, aber dennoch werden auch Fachkräfte mit offenen Armen aufgenommen."

Unter welche Prämisse stellen Sie Neueinstellungen?
"Für mich ist es sehr wichtig, dass die Leute Spaß und Freude an der Arbeit haben und vielleicht sogar hier ihre Erfüllung finden. Für viele bietet der regionale Job natürlich auch eine höhere Lebensqualität. Wir wollen dem Sog der Großstadt, der qualifiziertes Personal abzieht, entgegentreten."

Ihre Firma steht für Innovation, höchste Qualität und modernste Technik. Wohin soll die Reise gehen?
"Wir setzen von Massenproduktion, wie Fertigdecken oder -wänden, auch auf Sonderanfertigungen und eben Innovation. Wir springen manchmal bewusst ins kalte Wasser, können uns dadurch aber immer wieder einen Vorteil verschaffen. Aktuell arbeiten wir beispielsweise an der Fertigung von Wendeltreppen. Eine derartige Produktion ist aktuell am Markt einzigartig. Damit schaffen wir es, einen weiteren Teil, den die Bauwirtschaft anbietet, in unser Werk zu holen. Und dass wir natürlich immer dazu angehalten sind, Prozesse zu optimieren und die Wünsche der Kunden sowie Baumeister aufzugreifen, versteht sich von selbst."

Können Sie dazu ein Beispiel nennen?
"Ein Kunde wollte, dass wir dem Beton Mikroorganismen beimengen. Da wir dies bereits vor Jahren einmal versucht haben, haben wir dieses Thema wieder aufgegriffen und ihm diesen Wunsch erfüllt. Hier werden wir weiter investieren, um auch in der Betonproduktion bald den nächsten Schritt gehen zu können."

Abschließend: Wie sind Sie durch den Corona-Lockdown gekommen?
"Wir haben das Werk rund zwei Wochen heruntergefahren, danach sind noch ein paar Bereiche betroffen gewesen, aber im Grunde hat sich die Lage bei uns schnell wieder erholt. Die bürokratische Umsetzung der Kurzarbeit war jedoch eine Katastrophe. Hier hätte es viel einfachere Wege gegeben."

Zur Sache: Info-Day am 7. August
Jungwirth-Beton ist gefragt. Deshalb bist auch du gefragt. Komm zum Job-Info-Day am 7. August 2020 und sichere dir deinen Betonjob. Schau dir vor Ort an, wie gearbeitet wird und informiere dich über die freien Stellen.
Anmeldung per Mail an job@jungwirth.co.at oder Telefon unter 0664/88980020 erforderlich.

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