25.09.2016, 08:49 Uhr

Kraft durch Stärke

Hatten gut Lachen: Josef Baireder (Bürgermeister in Echsenbach), Karl Elsigan (ASTEG-Obmann und Bürgermeister in Schwarzenau), Martina Diesner-Wais (Nationalratsabgeordnete und Landwirtin), Rainer Klang (Knödelmanufaktur), Reinhard Waldhör (Allentsteiger Stadtrat und Oberster ASTEG-Knödelbeauftragter), Jürgen Koppensteiner (Bürgermeister in Allentsteig).

Waldviertler Erdäpfelknödel als klangvolles Identifikationsmerkmal einer ganzen Kleinregion.

ALLENTSTEIG (kuli). In den letzten Jahren ist die Waldviertler Kleinregion ASTEG immer wieder in die Schlagzeilen geraten - sei es duch den Radweg, als Klima- und Energie-Modellregion oder als Bewerberin für die NÖ Landesausstellung 2017. Nun probiert man aufs neue die Attraktivität der beteiligten Gemeinden Allentsteig, Schwarzenau, Echsenbach und Göpfritz/Wild zu erhöhen, indem man die Knödelregion ausgerufen hat. Zu deren Beginn gab es einen "Tag der offenen Knödelmanufaktur" in Allentsteig, wo nach Meinung sehr, sehr vieler Leute von Innsbruck bis Eisenstadt die allerbesten Kartoffelknödel der Welt produziert werden. Dies geschieht vorwiegend in Handarbeit, wovon sich mehrere hundert Besucher am 24. September 2016 bei bestem Wetter überzeugen konnten. Unter tatkräftiger Mithilfe der Ortsgruppe Allentsteig der Österreichischen Wasserrettung wurde ein Hoffest abgehalten, das keine Knödelwünsche offen ließ. Eröffnet wurde es wortreich von Reinhard Waldhör, Karl Elsigan, Jürgen Koppensteiner und Martina Diesner-Wais, die die Authentizität dieses alltäglichen, aber dennoch unikalen Nahrungsmittels vor dem Hintergrund ihrer nichtindustriellen Produktionsweise hervorhob.

Riesiges Interesse

Die Knödelmach-Show erfreute sich enormer Beliebtheit, mehrere hundert Menschen quetschten sich durch die engen Gänge, wo sie die Entstehung eines original Waldviertler Knödels nachvollziehen konnten. Am Ende des Parcours angelangt konnte man die Stärkekugeln auch käuflich erwerben, was viele auch taten.
Die handgedrehten Spezialitäten - Waldviertler Erdäpfelknödel, Fleischknödel, Grammelknödel und Selchfleischknödel - bedürfen jährlich etwa 170 Tonnen Erdäpfel, aus denen etwa eine Million Rundlinge geformt werden. Zwei Drittel der Lieferanten sind Waldviertler, der Rest wird aus dem Weinviertel importiert, unter anderem wegen der Knödelkoloratur.

Klangvolle Erzeugergemeinschaft

Die fleischlichen Bestandteile stammen aus der unmittelbar benachbarten, brüderlich geführten Landfleischerei Klang. Die Produktion kann also als großfamiliär betrachtet werden, zumal einer der Eapfibauern Karl Klang heißt, in Schlag bei Schwarzenau seinen Betrieb hat und natürlich auch verwandt ist mit den Knödel-Klangs. Nicht zu vergessen Sepp Klang, in dessen Echsenbacher Gasthof natürlich auch die manufakturierten Kraftspender aus Allentsteig serviert werden. Ein Gutteil der Knödel wird auf der anderen Seite der Zwettler Straße im Gasthaus Klang kredenzt.
Die Knödel aus der Klang'schen Manufaktur sind in der ganzen Kleinregion im Einzelhandel erhältlich, in Hofläden, ja sogar Supermarktfilialen und natürlich auch direkt in der Allentsteiger Knödelküche.
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