13.10.2016, 06:59 Uhr

"Unser Essen wächst nicht im Supermarkt!"

Anna Jankl und Melanie Schnitzer (Foto: Friessnegg)

Nicht alle Menschen der Welt haben Essen im Überfluss. Der Welternährungstag macht aufmerksam.

BEZIRK. Der Welternährungstag (auch Welthungertag) findet jedes Jahr am 16. Oktober statt und soll darauf aufmerksam machen, dass weltweit über eine Milliarde Menschen an Hunger leiden.


Begreifbare Lebensmittel

Bäuerinnen und Bauern besuchen anlässlich dieses Tages die Volksschulen im Bezirk. Neben Informationen über das Leben und Arbeiten am Bauernhof bringen die Bäuerinnen und Bauern auch Kostproben aus eigener bäuerlicher Erzeugung mit und lassen so die Landwirtschaft für Schüler „begreifbar“ werden.
"Es ist wichtig, den Kindern aufzuzeigen, dass unsere Lebensmittel wie Eier, Milch und Obst nicht im Supermarkt wachsen", erklärt die Bildungsreferentin der Gemeinde Himmelberg Melanie Schnitzer.

Bewusstsein schaffen

"Zugleich wird ihnen bewusst gemacht, dass wir in einem Land leben, in dem es eine Fülle von hochwertigen und ursprünglichen Produkten gibt", ist sich die Landwirtin, die sich als authentische Botschafter für die bäuerlichen Produkte sieht, sicher.

Verbindung herstellen

Bei ihrem Schulbesuch erzählt sie ebenso wie ihre Kolleginnen, wie die Lebensmittel produziert werden, wie ein Arbeitstag am Bauernhof aussieht und worauf beim Einkauf von Lebensmitteln geachtet werden soll.
"Immer weniger Kinder haben die Möglichkeit mit einer Bäuerin oder einem Bauern in Kontakt zu kommen. Dabei sind gerade die jüngsten Konsumenten neugierig auf die Geschehnisse am Bauernhof und daher kommen wir gerne zu ihnen in die Schule." Sie seien es dann auch, die das Bewusstsein über den Wert der regionalen Nahrungsmittel in die Familien tragen. "Wenn das passiert, dann haben wir unsere Aufgabe erfüllt!"


Schule tifft auf Bauernhof

Die Aktion der Landwirtschaftskammer zum Welternährungstag soll den Austausch zwischen Schule und Landwirtschaft wieder fördern.
Bereits im Vorjahr gab es am Aktionstag ein positives Aufeinandertreffen, bei dem rund 4.000 junge Konsumenten in knapp 200 Volkschulen von 175 Bäuerinnen und Bauern besucht wurden.
Inhalt für die Kinder: Kreisläufe in der Lebensmittelherstellung vermitteln – z.B. vom Korn zum Brot, vom Apfel zum Saft sind Kernthemen. Spaß und Freude am Verkosten der mitgebrachten Produkte haben. Die Grundzüge der gesunden Ernährung am Beispiel der Österreichischen Ernährungspyramide des Bundesministeriums für Gesundheit vermitteln, Gütesiegel.
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