05.08.2016, 11:14 Uhr

Fürstenfeld: Das fröhliche "Dixieland"

"Swing mit Schwung": Der Dixieview Streetclub stand mit musikalischen Leckerbissen im Mittelpunkt eines Filmdrehs. (Foto: KK)

Das Fürstenfelder Dixie- und Swingfestival von 16. - 27. August prolongiert, was 1976 mit den "Old Stoarieglern" begann.

Der Organisator und Festivalleiter des neuen Fürstenfelder Musikformats, des einzigen Swingfestivals Österreichs in diesem Sommer, ist kein geringerer als der "Fatty George der Thermenhauptstadt", Johannes Hödl. Als 20-jähriger kam ihm angesichts der Fernsehsendung "Fatty's Saloon", die Idee, selbst eine Musikgruppe, die sich dem Genre des New Orlean-Jazz verschreiben sollte, ins Leben zu rufen. So entstand unter dem Motto "Morgen gründe ich eine Band" im März 1976 die legendäre "Old Stoariegler Dixielandband", die fortan über Jahrzehnte mit feinem Swing aus dem Herzen der Musikstadt Fürstenfeld den Rhythmus der heimischen Szene bestimmte. Neben Hödl gehörten der Ursprungstruppe der Dobersdorfer Peter Lorenz, allen bestens bekannt mit der Beislband sowie die unvergessenen Musiker Erich Reiter, Franz Landgraf und Günther Marth an. In einer zweiten Formation huldigten der an der Grazer Oper engagierte Kontrabassist Klaus Melem, der Eltendorfer Siegi Flamisch und der Güssinger Posaunist Arthur Fandl die Musik der 1920er und 1930er mit Leidenschaft. Aktuell ist Hannes Bauer Chef der Truppe, die sich über vier Jahrzehnte stets erneuert hat und trotzdem ihrem Stil treu geblieben ist. Am Schlagzeug sitzt heute Professor Manfred Josl.

"Stoariegl-Blechmusi"
Zum Probenlokal wurde das Elternhaus von Johannes Hödl, das nunmehr ehemalige Rot Kreuz-Gebäude, vor dem sich der sogenannte "Stoariegl" Richtung Burgenland neigt. Als "Stoariegler" Blechmusi" gab es in karierten Hemden und Lederhosen den ersten Auftritt beim "ORF-Talentebus" mit dem Song "Oh when the saints" im Sommer 1976. Die Stoariegler kletterten die musikalische Erfolgsleiter mit ihrem einzigartigen Sound nach oben. Sie standen auf der Bühne mit der Tanzmusik der Zwischenkriegszeit, den Superhits aus einer Zeit, wo Unterhaltung und Qualität noch kein Gegensatz waren.
1977 gewann die Old Stoariegler Dixielandband den Steirischen Bandwettbewerb, 1979 traten sie in Fürstenfeld in Fatty George's Musicland auf. 1982 folgten der Auftritt in der ORF-Sendung "Die große Chance" mit Peter Rapp und die erste Langspielplatte mit dem Titel "Tschäss aus der Provinz". Acht weitere Alben wurden später aufgenommen.
Nach einer schöpferischen Pause kam es 1985 zum Neustart. Höhepunkte waren ein Gastspiel im Seniorenclub und Tourneen mit Oskar Klein, Teilnahmen bei internationalen Jazzfestifals in Dresden, Ascona oder Bruneck sowie drei Einladungen von Karl Moik zum Musikantenstadl.
Bandgründer Johannes Hödl, der derzeit sein neues musikalisches Liebkind, den Dixieland Streetviewclub höchst professionell promotet, verließ aus beruflichen Gründen nach 15 Jahren 1991 die Formation. "Ich war jung und habe nicht begriffen, welchen Diamanten ich mit den Stoarieglern quasi in Händen hatte, so Hödl. Die Stoariegler haben ihn nicht nur auf einen neuen musikalischen Mainstreem gebracht, sondern ihn auch dazu veranlasst, das 40-Jahr Jubliäum ab Mitte August mit dem "fröhlichsten Festival des Sommers", dem 1. internationalen Fürstenfelder Dixie- und Swingfestival zu zelebrieren. (Infos: www.dixiefestival-fürstenfeld.com). Im Vorfeld drehte Servus TV einen Film in der Stadt, der am 17. August um 18.10 Uhr in der Sendung "Servus Krone" ausgestrahlt wird.
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