14.03.2016, 16:03 Uhr

Was tun bei Waldbrandgefahr in den Bergen um Innsbruck?

(Foto: ZOOM Tirol)

Besonders nach langen Trockenperioden in Innsbruck genügt nur ein kleiner Funke, damit ein Waldbrand ausgelöst wird.

INNSBRUCK (kr). Die Bilder sind noch allgegenwärtig: Im März 2014 brannten große Teile des Waldes oberhalb von Absam. "Im Frühling ist die Waldbrandgefahr besonders groß, wenn im Winter zuvor wenig Schnee gefallen ist", so Helmut Hager, Branddirektor der Berufsfeuerwehr Innsbruck. "Die größte Gefahr für die Entstehung eines Waldbrandes liegt in der Trockenheit von Boden und Bäumen." Durch die fehlende Schneedecke gibt es kein Tauwasser, das den Boden mit Feuchtigkeit sättigt. Wenn über einige Wochen keine starken Niederschläge eintreten, die den Boden durchfeuchten, steigt die Waldbrandgefahr enorm. Dann reicht oft schon ein kleiner Funke aus, damit ein Waldbrand entsteht. Die Auslöser für Waldbrände sind vielfältig und lassen sich in natürliche und von Menschen herbeigeführte Ursachen einteilen. Hager: "Natürliche Auslöser wären zum Beispiel Blitzschläge. Die Bandbreite der menschlichen Auslöser reicht von der fahrlässigen Entzündung durch weggeworfene Zigaretten über den Brandüberschlag bei Hüttenbränden bis hin zur Brandstiftung." Tritt eine Trockenperiode ein, ist für jeden Waldbenützer höchste Vorsicht geboten – daher sollte man im Wald und in unmittelbarer Nähe auf keinen Fall ein Feuer entfachen und keine Zigaretten wegwerfen.

Was tun bei Waldbrandgefahr?

Wenn es doch zu einem Waldbrand kommt, dann sollte man schnell und effektiv handeln und via Notruf 122 die Einsatzkräfte informieren. Branddirektor Hager: "Die Bekämpfung eines Waldbrandes ist vor allem im Gebirge sehr schwierig. Das Löschwasser muss mit langen Löschleitungen oder mit Hubschraubern zum Brandherd gebracht werden." Außerdem kann der Wind das Feuer noch mehr anfachen, wodurch die Einschätzung und Bekämpfung des Brandes erschwert wird. Langwierige Einsätze und ein großes Aufgebot von Menschen und Material sind die Folge.
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