12.05.2016, 12:01 Uhr

Gebi Mair entschuldigt sich für ÖBB-Sager

Gebi Mair setzt die Arbeitsmoral von ÖBB-MitarbeiterInnen herab. (Foto: ÖBB/Robert Deopito)

Beim Tiroler Landtag kam es zu einem Wortgefecht wegen der Abwesenheit des SPÖ-Klubobmanns. Gebi Mair verglich dessen Arbeitsmoral mit der von ÖBB-Angestellten.

TIROL. Beim Tiroler Landtag kommentierte der Grünen-Klubobmann Gebi Mair die Abwesenheit des SPÖ-Parteiobmanns mit „Es geht zu wie bei der ÖBB, einer arbeitet, drei schauen zu.“

Entschuldigung gefordert

Der Redebeitrag von Gebi Mair im Tiroler Landtag setze die MitarbeiterInnen der ÖBB herab, so SPÖ Klubobmann Gerhard Reheis und FPÖ Landesparteiobmann Markus Abwerzger. Beide fordern eine Entschuldigung durch den Grünen-Klubobmann ein. „Wie kommen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei den Bundesbahnen dazu, sich von Mair öffentlich beleidigen zu lassen? Das ist letztklassig. Wenn man bei den Grünen meint, bei der Bahn gäbe es nichts zu tun, dann sollte man sich schnellstmöglich mit der Realität dort auseinandersetzen: Neue Bahnhöfe, schnellere Verbindungen und eine hohe Servicequalität – das fällt einem nicht zu, dahinter stehen fleißige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“, so Gerhard Reheis. „Dieser skandalöser verbaler Angriff des grünen Klubobmannes gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ÖBB muss Folgen haben.“, sagt Markus Abwerzger.

Gebi Mairs Entschuldigung

Der Grüne Klubobmann Gebi Mair lobt zunächst die ÖBB und ihrer MitarbeiterInnen, diese seien ein wichtiger Partner in der Mobilitätswende. Er habe diesen Sager im Zuge des Wortgefechts über die Nicht-Teilnahme des SPÖ-Parteiobmanns am Landtag geäußert. "Ich habe dabei einen unglücklichen Vergleich zwischen SPÖ und Bundesbahn gezogen. Dabei habe ich das Stereotyp herangezogen, wonach bei der Bundesbahn einer arbeiten und drei zuschauen würden. Bei der SPÖ sei es ähnlich. Ich weiß natürlich, dass das nicht so ist und wollte damit niemanden angreifen und entschuldige mich dafür.", entschuldigt sich Gebi Mair.

Auf die Kritik von Gerhard Reheis, dass es bei der Bahn genug zu tun gäbe, erklärt Gebi Mair, dass er sich den großen Herausforderungen, die die Beschäftigung bei der ÖBB darstelle, bewusst sei.
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