14.06.2016, 07:57 Uhr

Lesung zum Jubiläum des Literaturkreises Lebring

(Foto: KK)
Dieser Tage feierte der Literaturkreis Lebring sein 10jähriges Bestehen.
Rita Falsone, die sObfrau des Vereines, gebürtig in Kalabrien, dem südlichsten Süditalien also, hat sich mit ihrem Gatten Gioacchino Lebring als Wohnsitz ausgesucht, weil sie meint, dass hier der beste Ort zum Dichten, zum Schreiben und zum Leben ist.
Vor zehn Jahren schon hat Rita Falsone, die selbst einige namhafte Veröffentlichungen, zahlreiche europäische Literaturpreise und unermüdlichen poetischen Elan vorzuweisen hat, den Literaturkreis Lebring gegründet, mit tatkräftiger Unterstützung des damaligen Bürgermeisters Johannes Weinzerl. Seither trifft sich der Literaturkreis regelmäßig in der Bibliothek der Schule, schreibt, diskutiert und liest gemeinsam und freut sich über den einen oder anderen eingeheimsten Preis.
Am Samstag Abend fand in den Räumlichkeiten der Neuen Mittelschule Lebring der Jubiläumsakt statt. Als Repräsentantinnen des Literaturkreises lasen aus eigenen Werken: Mihaela Barbu (Rumänisch und Deutsch), Eva Surma, Susanne Niebler, Erna Brandl, Elisabeth M Jursa, Cristina Battaglini (Italienisch und Deutsch), Rita Falsone, Ulrike Sbaschnik,
Besonders erfreulich war, dass sich zu der Rundes des Literaturkreises auch vier JungliteratInnen aus Lebring gesellten. Stefan Rexeis, Schüler der 3.b, las aus seinem Werk „Ich, Felix“, die autobiographischen Erzählungen eines Katers. Jasmine Matjas (2.a) las Gedichte ihrer Schulkollegin Alina Gerlich und eine phantastische Geschichte „Coloria“, über ein Mädchen, das eine geheimnisvolle Entdeckung macht. Sarah Buchart und Lisa Holubek aus der 2.b Klasse lasen Kurzgeschichten aus der Schreibwerkstatt. Selbstverständlich und zu Recht war der Direktor der NMS, Johann Kießner, sehr stolz auf seine SchülerInnen und die engagierten Lehrerinnen, denen ein Beitritt zum Literaturkreis nahegelegt wurde.
Die europäische Dimension des Literaturkreises Lebring wurde besonders durch den Besuch einer kroatischen KünstlerInnen-Delegation offenbar. Alija Cenic und Riccardo Staraj aus Moscenicka Draga, einem kroatischen Küstenstädtchen, in dem schon seit fünf Jahren der mehrsprachige Literaturwettbewerb Sipar stattfindet, waren extra angereist, um zu hören, zu sehen, zu genießen und schließlich auch selbst vorzutragen. Mit ihnen waren Nadja Rubesa, die einen Text in kroatischem Dialekt vortrug und Giacomo Scotti, ein renommierter Poet aus Neapel angereist. Scotti und Staraj lasen aus ihrem neuen Buch „Poesie a due voci“ Gedichte auf Italienisch und Kroatisch.
So wurde der Abend mit sechs verschiedenen Sprachen - im St. Margarethner Dialekt wurde von Ulli Sbaschnik eine Hymne auf die Nachbarschaftshilfe vorgetragen - im bunten Generation-, Nationen- und Regionenmix verbracht. Die Hausmusik von Ina Marko und Karin Sommer war ebenso grandios wie das abschließende Buffet.
Europa kann ein Genuss sein! Die Veranstalter danken allen Beteiligten.
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