07.09.2016, 08:00 Uhr

"Ein Handwerk hat immer Zukunft"

Franz Maindl feiert nächstes Jahr sein 30-jähriges Firmenjubiläum. Dafür sind einige Überraschungen geplant.

Tischlermeister Franz Maindl spricht über sein anstehendes Firmenjubiläum und gibt private Einblicke.

War Tischler schon immer Ihr Traumberuf?
FRANZ MAINDL: Zu meiner Zeit war es eher schwierig, es gab nicht so viele Berufsmöglichkeiten wie heute. Damals war die Berufsorientierung in der Schule gar nicht vorhanden, dafür gab es so viele offene Lehrstellen, dass du dir alles aussuchen konntest. Ich denke, ich würde wieder alles gleich machen. Trotz aller Probleme wird das Handwerk immer eine Zukunft haben.

Was bedeutet Ihnen der Werkstoff Holz?
Je länger man mit Holz zu tun hat, desto wichtiger wird es für einen. Man versteht es im Laufe der Zeit immer besser. Es ist ein vielfältiger Stoff, man braucht nur daran denken, was eine Zirbe alles kann.

Welche Produkte bieten Sie an?
Jede Art von Stiegen, Geländer oder Treppenverkleidungen, Sanierung und Neuverlegung von Parkett- sowie Vinylböden und herkömmliche Tischlereiarbeiten.

War es immer Ihr Ziel, sich selbstständig zu machen?
Zuerst nicht, dann wollte ich mit einem Freund eine Firma gründen, das hat sich aber nicht ergeben. Im Nachhinein war es aber sicher die richtige Entscheidung.

Welche Aufgaben nehmen Sie in der Firma wahr?
Großteils übernehme ich die Arbeitsvorbereitung. Außerdem bin ich immer dort, wo Not am Mann ist. Aber bei einer kleinen Firma musst du sowieso immer alles machen.

Warum haben Sie sich auf den Treppenbau spezialisiert?
Mir war damals bewusst, dass der Treppenbau eine Marktlücke im Ennstal war. Uns ist es möglich, dass wir jede Woche eine Treppe einbauen können, das kann nicht jeder von sich behaupten.

Hätten Sie sich jemals vorstellen können, in die Stadt zu ziehen?
Ich fühle mich im Bezirk sehr wohl und hatte auch nie vor die Heimat zu verlassen. In die Stadt zu ziehen kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, da ich eher ein Naturmensch bin.

Wo verbringen Sie Ihre Freizeit?
Am liebsten am Riedner Bergsee in Oppenberg, da ich immer noch mit meiner ursprünglichen Heimat verbunden bin. Ein Bergsee strahlt für mich Ruhe aus und dort komme ich am ehesten zur Entspannung. Ansonsten gehe ich generell gerne auf einen Berg oder eben Radfahren.

Was haben Sie sich für die Zukunft vorgenommen?
Dass die Firma weiterhin auf so einem modernen Stand bleibt, damit es einen Nachfolger geben kann. Privat habe ich eigentlich alles, was ich brauche. Zu einem Lotto-Sechser würde ich aber auch nicht Nein sagen.
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