31.03.2016, 09:30 Uhr

Was tun gegen die Frühjahrsmüdigkeit?

Die Frühjahrsmüdigkeit plagt eine Vielzahl der Bevölkerung – vor allem in den Monaten März bis Mai. (Foto: Edith60/panthermedia_net)

Die Temperaturen steigen, die Sonne lacht und die ersten Blumen blühen – dennoch fühlen sich viel schlapp.

BEZIRK (ebd). Statt der erhofften Frühlingsgefühle fühlen sich manche Menschen zwischen März und Mai eher unausgeglichen: Sie sind müde, lustlos und klagen über Stimmungs­schwankungen. „Ein klarer Fall von Frühjahrsmüdigkeit“, informiert der Schärdinger Psychologe Thomas Ortner und gibt Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit.

Hormonhaushalt ist "schuld"

Schätzungen zufolge leiden rund 50 bis 70 Prozent der Menschen an Symptomen der Frühjahrsmüdigkeit. Doch noch immer ist ihre Ursache nicht genau geklärt. „Vor allem der Hormonhaushalt spielt bei der Frühjahrsmüdigkeit eine wesentliche Rolle: Gegen Ende des Winters wird weniger Melatonin im Körper freigesetzt, da Licht die Produktion des Schlafhormons einschränkt. Gleichzeitig schüttet der Körper vermehrt das so genannte „Glückshormon“ Serotonin aus. Die plötzliche Umstellung führt kurzfristig zu einer Frühlingshochstimmung, belastet gleichzeitig aber den Körper“, so der Experte. Die Bildung beider Hormone im Körper wird über die Lichtmenge geregelt: Im Winter, wenn es draußen früh dunkel wird, heißt die Botschaft an den Körper eher „Winterschlaf“, während das Frühlingslicht „Aufwachen“ signalisiert. Stimmungsschwankungen, Kreislaufprobleme, Schwindel und Müdigkeit sind die Folge.

Müdigkeit im Frühjahr

Der Körper braucht etwa vier Wochen, bis er sich an die Frühjahrstemperaturen gewöhnt. Wetterumschwünge wie etwa im April können dazu führen, dass sich die Anpassungsphase verlängert: Die ständigen Wechsel zwischen warm und kalt belasten den Kreislauf besonders von wetterfühligen Menschen. „Die typischen Beschwerden lassen sich jedoch mit Sonne, Luft, Bewegung und der richtigen Ernährung erträglicher gestalten“, so Ortner.

Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit

- Bewegung und Spaziergänge im Sonnenlicht kurbeln den Hormonhaushalt an.
- Wechselduschen stärken das Immunsystem
- Abhärtung ist gut, dennoch nicht überfordern. Beenden Sie einen aktiven Tag mit einem gemütlichen Abend.
- Gemüse, Obst, mageres Fleisch, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte liefern Energie.
- Helle, frische Kleidung reizt die Sinne und verbreitet gute Stimmung.
- Vereinbaren Sie Treffen mit Freunden, Bekannten und suchen Sie Gesellschaft.
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