Kohle und Öl: Das Ende der Heizkessel-Ära naht

Daniel Schuller vor einem ausrangierten Heizkessel.
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AMSTETTEN. In dunkler Vergangenheit wurden sie von unseren Vorvätern in dumpfe Kellerräume verfrachtet – und dort sind sie noch heute. In vielen privaten und öffentlichen Gebäuden haben Relikte aus der fossilen Vorzeit die Klimawende überlebt und verbrennen dort Öl, Kohle – und Geld. Umweltlandesrat Stephan Pernkopf sagt vorsintflutlichen Heizkesseln nun den Kampf an. Ölöfen sollen ab 2019 in Neubauten verboten, bestehende Anlagen nach und nach modernisiert werden. In einer großangelegten Aktion sucht das Land nun die ältesten Heizkessel Niederösterreichs (siehe Zur Sache). Wir haben uns bei einem Installateur umgehört, warum es denn Zeit ist, dem Heizkessel ade zu sagen.

Mehr Nachteile als Vorteile
"Es gibt mittlerweile zahlreiche Heiz-Alternativen, wie zum Beispiel die Wärmepumpe, welche dem Kunden weitaus günstiger im Verbrauch kommen", verrät Daniel Schuller, Geschäftsführer vom Installateurbetrieb "Tremmel – Schuller" aus Amstetten.
Aber auch aus ökologischer Sicht gesehen sind Heizkessel längst von der Konkurrenz überholt worden. "Wir verbauen nur noch wenige Stück im Jahr und auch nur dann, wenn das Haus von der Isolierung her nichts anderes zulässt", so Schuller. Auch wenn neue Heizkessel heutzutage hochwertiger und energiesparender als ältere Modelle sind, so lassen sich die Nachteile auf drei Punkte zusammenfassen: Die regelmäßige Wartung, die Abhängigkeit von Öl und dem Ölpreis und die Kosten für den Kaminkehrer, welcher zwei Mal im Jahr kommen muss.

So wird Ihr alter Energiefresser grün
Alte Heizkessel arbeiten oft ineffizient, verursachen höhere Heizkosten und verschlechtern die Luftqualität. Das niederösterreichische Heizkesselcasting soll die Besitzer und Besitzerinnen alter Heizkessel zum Umstieg auf erneuerbare Energieträger motivieren. Wer den ältesten Heizkessel in Niederösterreich besitzt, gewinnt beim „Heizkessel-Casting“ einen neuen Biomasse-Heizkessel im Wert von € 7.000,- von Ligno Heizsysteme.
Wichtig für die Teilnahme am „Heizkessel-Casting“ ist ein Nachweis über das Alter des Heizkessels. Dazu das Typenschild oder die Rechnung fotografieren und auf der Website der Energie- und Umweltagentur NÖ unter www.enu.at/heizkesselcasting hochladen oder per Post an die Energie- und Umweltagentur NÖ, Grenzgasse 10, 3100 St. Pölten schicken. Eingereicht werden kann bis 31. März 2017.

Daniel Schuller vor einem ausrangierten Heizkessel.
Autor:

Michael Hairer aus Melk

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