Leserbriefe
zum Thema "Raumordnung" in Bad Vöslau

Leserbrief 1: "Häuser-Canyon" von Edith Kraus
Da wird der Bock zum Gärtner gemacht: nun stilisiert sich die Liste Flammer jüngst in den Medien zum Retter der unverbauten Flächen in Bad Vöslau, weil das Land eine Überarbeitung des Raumordnungkonzeptes inkl. höherer Verdichtung fordere.
Purer Zynismus, wenn man die Causa über die Jahre verfolgt hat. Die oftmals von der Liste bemühte Transparenz durch 2 Bürgerveranstaltungen: die Initiative für den ersten, konstruktiven Workshop im März 17 ging von der Opposition aus. Als Ergebnis kam der dringende Appell der Beteiligten heraus, dass das Villa Pereira-Ensemble erhalten bleiben muss. Deswegen musste die Gemeinde die Villa einem Bauträger, der hinter die Villa einen verdichteten Wohnbau errichten wollte, teuer zurückkaufen. Nicht die Liste, wie dann dargestellt, hat den wichtigen Platz im Ortszentrum gerettet, sondern der Bürgerwille. Detto beim unseligen Betriebsgebiet Nord, nur durch massiven Bürgerprotest wurde es verkleinert. Der geneigte Leser möge sich in Sooß ein Bild machen, welch Bereicherung diese Betriebsgebietsauswüchse für die Landschaft sind. Dem subjektiven Empfinden nach hat auch die Autobahnauffahrt Vöslau keine merkliche Entlastung des Verkehrsaufkommens im Zentrum gebracht, im Gegenteil: wir sind jetzt die Durchzugsstrecke West-Süd und umgekehrt.
Die neueste Posse um die kleinkarierte Abwertung der 1000 Stellungnahmen gegen das neue Raumordnungsprogramm tut ihr übriges: trotz Auskunft der Stadtamtsdirektion, dass es keine Unterschriften braucht, Name und Adresse würden für die Stellungnahme genügen, wird der Unmut über die Bauwut, der von 1000 Personen zum Ausdruck gebracht wird, bagatellisiert. Es sind lt. Liste ja strenggenommen nur 75 „richtige“ Unterschriften. Man braucht nur den Tremelhof anschauen mit seinen Ausmaßen, die Neustädter-Straße ein Häuser-Canyon. Die Überarbeitung des Raumordnungsprogramms sollte genützt werden um eine identitätsstiftende, ästhetische, visionäre und zukunftsorientierte Bebauung für die Bürger von Vöslau und die nachfolgenden Generationen zu gewährleisten. Man macht es sich zu leicht, beleidigt dem Land den Schwarzen Peter zuschieben zu wollen. Dafür ist in den letzten Jahren zu viel passiert und daher äußerst unglaubwürdig.
Ing. Edith Kraus, Bad Vöslau

Leserbrief 2: Wo soll die Reise hingehen?Von der Initiative Hügelgasse
Seit Jahren versucht die Liste Flammer in Bad Vöslau, ein neues Raumordnungsprogramm auf die Beine zu stellen. Um ein Haar wäre es auch gelungen, dies ohne Bürgerbeteiligung durchzuziehen. Die Opposition wurde jedoch nicht müde, eine solche einzufordern. Für Abänderungen der Bebauungs- und Flächenwidmungsstruktur im angedachten Ausmaß sollte die Einholung der Bürger-Meinung ein MUSS sein. Das wird auch in der Expertenwelt so gesehen, schließlich soll ja die Mehrheit die geplanten Änderungen mittragen. Man hätte gedacht, dass dies auch die Liste Flammer, die sich ja besonderer Bürgernähe rühmt, so sieht.
Wurde im ersten Schritt gar ein ganzer Tag der Einholung der Wünsche und Anregungen der Bürger/innen gewidmet, war der zweite Schritt, die Ergebnispräsentation, fast eine „Geheimveranstaltung“. Ganz klein, am Ende eines Werbeplakates, wurde auf die Veranstaltung hingewiesen… Scheinbar waren die Bürger-Wünsche im ersten Schritt nicht im Sinne der „Liste Flammer“. Somit musste man die Ergebnisse im zweiten Schritt still und heimlich kundtun. Und wie war der dritte Schritt? „Husch Husch“ und „Bevölkerung Gu… Gu…“
Einen Gewinn für Bad Vöslau hat es zu mindestens bereits gebracht. Die 8 Vöslauer Bürgerinitiativen haben sich zu einer gemeinsamen Plattform – der Liste Bad Vöslau – zusammengeschlossen. Die Themen und die Arbeit werden ja leider nicht so bald ausgehen….
Initiative Hügelgasse Bad Vöslau

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