Braunkohle-Briketts als Ursache:
Kohlenmonoxid-Alarm in Badener Wohnhaus

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Nachdem das Kohlenmonoxid (CO)- Warn-Messgerät der Rettungskräfte bei einem Einsatz am Freitagvormittag (26.11.21) im Badener Ortsteil Leesdorf angeschlagen hatten, wurde auch die Feuerwehr angefordert.

BADEN. Die Rettungskräfte wurden zuvor zu einem medizinischen Notfall alarmiert. Als sie beim Patienten in dessen Einfamilienhaus eintrafen, schlug bereits nach kurzer Zeit der am Notfallrucksack montierte Co Warner an und zeigte eine erhöhte Co Konzentration. Sofort schnappten sich die Rettungssanitäter den Patienten, einen älteren Herrn und flüchteten ins Freie, wo sie auch sofort über ihre Leitstelle die Feuerwehr nachforderten.

Daraufhin wurde um 09.45 Uh die örtlich zuständige Freiwillige Feuerwehr Baden-Leesdorf über die Bezirksalarmzentrale Baden mit dem Meldebild Gasaustritt bzw. -Gebrechen mit Zusatz Co alarmiert. Nur wenige Minuten später traf das erste Hilfeleistungsfahrzeug der Feuerwehr mit Kommandant ABI Christoph Charvat vor Ort ein und wurde von den Rettungskräften über den Vorfall informiert. Sofort ließ er einen Atemschutztrupp mit Mehrgasmessgerät eine Erkundung im Wohnhaus durchführen. Dabei löste das Messgerät der Feuerwehr schnell aus und es konnte dabei sogar ein dreistelliger Co Konzentrationswert in mehreren Räumlichkeiten und am Dachboden gemessen werden. Anfänglich ging man von einem Defekt an der Gastherme aus, sperrte den Gashaupthahn und brachte einen Hochleistungslüfter in Stellung. Seitens des eingetroffenen Technikers des Energieversorgungsunternehmen wurde in Absprache mit dem Feuerwehreinsatzleiter die bereits abgesperrte Gas-Hauptzuleitung auf der Straße für das Gebäude verplombt.

Der vom Notarzt erstversorgte Hausbewohner wurde zur weiteren Abklärung von den Rettungskräften ins Spital abtransportiert. Mittels Hochleistungslüfter belüftete die Feuerwehr alle Räumlichkeiten. Schien dann der Einsatz als schon beendet und Feuerwehreinsatzleiter ABI Christoph Charvat führte eine neuerliche Abschlussmessung durch, löste plötzlich in einem Raum im Erdgeschoß das Mehrgasmessgerät erneut aus. Wieder war eine dreistelliger hoher CO Konzentrationswert zu messen. Bei dem betroffenen Raum handelt es sich um einen kleinen Lagerraum in dem neben einigen Holzscheiteln auch eine sehr große Anzahl von Braunkohle Briketts Bündel zu je 25kg für den hauseigenen Feststoffbrennofen gelagert werden.

Nach nochmaliger Rücksprache mit dem Schadstoffberatungsdienst des Bezirksfeuerwehrkommando Baden konnte dieses als eigentlicher Auslösegrund für die weiterhin hohe Co Konzentration für sehr wahrscheinlich gehalten werden. Denn sollte die Braunkohle Briketts Bündel beim Einlagern feucht gewesen sein und wenn keine ausreichende Belüftung wie in diesem Raum vorhanden ist kann sich CO Gas bilden, vergleichbar wie auch bei feuchten Pellets. Es war auch nur genau dort in diesem Bereich der neuerliche hohe CO Wert zu messen. In allen anderen Räumlichkeiten vom zuvor druckbelüfteten Wohnhaus nicht.

Da in diesem Lagerraum keine ausreichende Belüftungsmöglichkeit vorhanden ist, entschied der Feuerwehreinsatzleiter, in Beratung mit dem Schadstoffberatungsdienst, die im Wohnhaus im Wohnbereich über 200 eingelagerten Braunkohle Briketts Bündel auszuräumen. Umgelagert werden konnten diese in die Gartenhütte. Für diese mühsame und kräfteraubende Tätigkeit mussten die Feuerwehreinsatzkräfte im Wohnhaus weiterhin Umluft unabhängigen Atemschutz tragen. Nach dem Ausräumen des Lagerraumes war kein erhöhter CO Wert mehr messbar.

Nach 1,5 Stunden konnte dann der Einsatz von der Freiwilligen Feuerwehr Baden-Leesdorf beendet werden.

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