Große Aufräumen
Nach dem Hochwasser braucht der Tierhof in Alland Hilfe

Zahlreiche freiwillige Helfer und das Team von Ferdinand the Staff arbeiten gemeinsam, um den Tieren wieder ein schönes und sicheres Zuhause zu bieten. | Foto: Preineder
28Bilder
  • Zahlreiche freiwillige Helfer und das Team von Ferdinand the Staff arbeiten gemeinsam, um den Tieren wieder ein schönes und sicheres Zuhause zu bieten.
  • Foto: Preineder
  • hochgeladen von Mirjam Preineder

Am Schwechatbach traf das Hochwasser die Anrainer stark. Seit Tagen sind sie dabei aufzuräumen.
ALLAND. Auch den Tierhof vom Verein Ferdinand the Staff e.v. wurde zerstört. Der Verein rettet Tiere vor dem Schlachthof, Zirkus oder aus schlechter Haltung. Er finanziert sich über die Hundetrainings, die sie anbieten, zur Therapiebegleithundeausbildung.

Die Hühner im Wohnzimmer | Foto: Ferdinand the Staff
  • Die Hühner im Wohnzimmer
  • Foto: Ferdinand the Staff
  • hochgeladen von Mirjam Preineder

Die Schwechat stand 1,5 Meter über der Wiese, im Haus stand das Wasser kniehoch. In letzter Sekunde befreiten die Betreiber und die Feuerwehr am Sonntagmorgen die Lämmer aus dem Stall. Der Zaun der Weide wurde eingetreten und so konnten die Ponys und Alpakas in den Wald hinauf fliehen. Die Suche nach den verstreuten Tieren dauerte mehrere Tage, jetzt sind sie wieder unversehrt zu Hause. Weniger Glück hatte das Geflügel, rund die Hälfte der Hühner hat das Hochwasser und den Marder in der Nacht darauf nicht überlebt. Auch bei den Sittichen und Enten gibt es tote Tiere.  Aber das Team gibt nicht auf, das große Aufräumen begann sogleich. Sie sind dankbar für jedes Tier, das überlebt hat.

Große Hilfsbereitschaft für Tierhof

Nadja Gassner von Ferdinand The Staff berichtet begeistert: "Die Hilfsbereitschaft ist toll. Gestern und heute waren rund 30 freiwillige Helfer da. Wir halten zusammen. Auch vom Landestierheim Gut Riedenhof in Achau bekamen wir Hilfe beim Suchen der Ponys, obwohl sie selbst abgesoffen sind."

Die vier Monate alten Lämmer konnten gerettet werden: Leon Bobrich und Nadja Gassner  | Foto: Preineder
  • Die vier Monate alten Lämmer konnten gerettet werden: Leon Bobrich und Nadja Gassner
  • Foto: Preineder
  • hochgeladen von Mirjam Preineder

Der Hof war zwei Wochen vor der Flut - nach einer zweijährigen Bauphase - fertig geworden. Jetzt muss alles neu aufgebaut werden. So wurde die Vogelvoliere vom Wasser versetzt, wie Annika Kettner erzählt, jetzt wird sie an neuer Stelle neu gebaut.
Leon Bobrich berichtet, dass die fünf Lämmer von einem Hof gerettet wurden, wo sie, da ihnen der Saugreflex fehlte, verhungert wären. Sie wurden anfangs mit dem Flaschi gefüttert.
Nadja Gassner erklärt, dass die Tiere für Therapie mit traumatisierten Menschen bereit stehen. Nach einem Trauma hilft der Kontakt zu menschenbezogenen Tieren, zu den Schafen oder sich zu den Vögeln zu setzen, um ruhig zu werden. "Bei Tieren ist man im Hier und Jetzt", erläutert sie.

Auch die Ponys wurden nach ein paar Tagen wiedergefunden. Nadja Gassner und Annika Kettner. | Foto: Preineder
  • Auch die Ponys wurden nach ein paar Tagen wiedergefunden. Nadja Gassner und Annika Kettner.
  • Foto: Preineder
  • hochgeladen von Mirjam Preineder

Unter den zahlreichen Helfern am Tierhof sind auch die German Rednecks, die zum Teil extra aus Vorarlberg angereist sind, um mitanzupacken. Aber auch Familien mit den Kindern kommen und helfen mit, wo sie können. 

Das Vogelhaus wurde durch das Wasser versetzt, Man erkennt am Gitter die Dreckablagerungen vom Wasser. | Foto: Preineder
  • Das Vogelhaus wurde durch das Wasser versetzt, Man erkennt am Gitter die Dreckablagerungen vom Wasser.
  • Foto: Preineder
  • hochgeladen von Mirjam Preineder

Der Verein braucht auch weiterhin freiwillige Helfer, Tierfutter (falls etwas zu viel sein sollte, wird es an andere Tierhilfsorganisationen weitergegeben, die zu wenig haben). Natürlich sind in diesem Fall auch Geldspenden gerne gesehen. 
Mehr und aktuelle Infos über den Tiktok Kanal: https://www.tiktok.com/@bambiirettung


Situation am Schwechatbach

Die ganze Umgebung am Schwechatbach war dramatisch, Bewohner wurden von der Feuerwehr evakuiert. Scherp, ein Anrainer erzählt: "Im Keller haben wir mit Tauchpumpen versucht das Wasser rauszubekommen. Ich bin bis zur Brust im Wasser gestanden. Kurz bevor der Schaltkasten erreicht wurde bin ich raus. Dann ist der FI gefallen. Das Wasser stand bis zur Decke, Heizung und Boiler sind kaputt, sogar in der Deckenlampe stand das Wasser. Jetzt habe ich schon den meisten Dreck raus. Die Feuerwehr aus Maria Raisenbach war da, die war auf Zack. Oben sind wir nicht betroffen, fünf Zentimenter haben gefehlt. Das Wasser hat so eine Kraft."

Eine hundert Meter weiter sind große Massen Geröll abgelagert worden. | Foto: Preineder
  • Eine hundert Meter weiter sind große Massen Geröll abgelagert worden.
  • Foto: Preineder
  • hochgeladen von Mirjam Preineder

Ein Radfahrer berichtet, dass der Radweg weg sei. Aufgrund der starken Hochwasserschäden ist der Helenentalradweg Richtung Sattelbach ab dem Urtelstein bis auf weiteres gesperrt. Der Radweg wurde abschnittsweise zur Gänze weggeschwemmt, außerdem ist die Henriettenbrücke (Bogenbrücke) beschädigt und nicht benutzbar.

Ein Bild der Zerstörung | Foto: Preineder

So kannst Du helfen:

So kannst Du Hochwasser-Opfer unterstützen

Das könnte Dich auch interessieren:

Fahrzeug durchbricht Holzzaun und stürzt in die Triesting
Rotkreuz-Dienststelle in Alland stand unter Wasser
Anzeige
Bürokratie ist eine Milliardenbelastung für Österreichs Unternehmen. | Foto: smarterpix/stokkete
1 2

Bürokratie-Kosten
21,1 Milliarden Gründe für Bürokratieabbau

669 Euro pro Sekunde: So viel kostet Bürokratie Österreichs Unternehmen. Vor allem kleine Betriebe stehen massiv unter Druck. Bürokratie verursacht Österreichs Wirtschaft jährlich Kosten in Höhe von 21,1 Milliarden Euro, ergibt eine Berechnung der KMU Forschung Austria. Das entspricht 669 Euro pro Sekunde. Bürokratie kostet also Geld. Viel Geld. Und noch mehr Zeit: Insgesamt müssen heimische Unternehmen 320 Millionen Arbeitsstunden pro Jahr aufwenden. Das sind 200.000 Arbeitskräfte, die sich...

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

UP TO DATE BLEIBEN

Aktuelle Nachrichten aus Niederösterreich auf MeinBezirk.at/Niederösterreich

Neuigkeiten aus Niederösterreich als Push-Nachricht direkt aufs Handy

Bezirksblätter auf Facebook: MeinBezirk.at/Niederösterreich

ePaper jetzt gleich digital durchblättern

Storys aus Niederösterreich und coole Gewinnspiele im wöchentlichen MeinBezirk.at-Newsletter


Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.