Blaulichtmeer in der Siedlung
Wohnhausbrand in Leobersdorf

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In der Nacht auf den heutigen Sonntag dem 05. April 2020 geriet in Leobersdorf ein Wohnhaus in Brand. Kurz vor 04 Uhr morgens langten über dem Feuerwehrnotruf 122 bei der Bezirksalarmzentrale Baden die ersten Meldungen ein.

Es war noch dunkel als gegen ​03:48 Uhr am 05. April 2020 die Sirenen in Leobersdorf, Kottingbrunn und Bad Vöslau zu hören waren. "Dachstuhlbrand in der Heugasse" war in der Alarmmeldung zu lesen. Zügig machten sich die Mitglieder auf den Weg in Richtung Feuerwehrhäuser.
Schon bei der Anfahrt war Feuerschein in der Dunkelheit wahrnehmbar. Wir erkundeten die Lage und fanden einen ​Dachstuhl in Vollbrand vor. Sogar die Einsatzkräfte aus Bad Vöslau konnten bereits auf der Autobahn den Feuerschein wahrnehmen - schilderte Einsatzeiter Werner Heiden.
Die beiden Hausbewohner und ihr Hund konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen und wurden nicht verletzt.

Atemschutztrupps im Einsatz

Sofort ließ der Einsatzleiter die Freiwillige Feuerwehr Schönau an der Triesting ​nachalarmieren. Der bereits ausgerüstete Atemschutztrupp des Rüstlöschfahrzeuges Leobersdorf begann mit dem Aufbau der ersten Löschleitung, ehe sie vom nachrückenden Hilfeleistungslöschfahrzeug aus Kottingbrunn bei den Arbeiten unterstützt wurden. Gemeinsam wurde der erste Angriff über zwei C-Rohre gestartet. Dabei wurden in der Erstphase vor allem die Nachbargebäude geschützt.
Auf der gegenüberliegenden Seite bezogen bereits das Tanklöschfahrzeug Leobersdorf und die Drehleiter aus Bad Vöslau mit ihrem Begleitfahrzeug Stellung und starteten ebenfalls mit einem Außenangriff. Für ausreichend Löschwasser sorgte inzwischen die Feuerwehr Schönau an der Triesting und legte eine mehrere hundert Meter lange Zubringleitung von einem weiter entfernten Hydranten. ​Zwei Hydranten in unmittelbarer Nähe ​des Brandobjektes versorgte​n bereits die ersten Tanklöschfahrzeuge. Um die Löschwirkung zu erhöhen wurde durch die Atemschutztrupps sowie über die Drehleiter Netzmittel auf den Brand aufgebracht. Mit diesem Netzmittel wird die Oberflächenspannung des Löschwassers aufgebrochen, damit kann eine bessere Tiefenwirkung erzielt und das Feuer effektiver bekämpft werden. Rasch zeigte der umfassende Angriff Wirkung und der Brand konnte eingedämmt werden. Um dem Feuer Herr zu werden wurden über 6 Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung eingesetzt.

Drei Einsatzabschnittte

Parallel zur Brandbekämpfung wurde eine Einsatzleitung aufgebaut, alle Daten gesammelt sowie eine Lageskizze angefertigt um so einen Überblick über die ​eingesetzten Kräfte und bereits getroffenen Maßnahmen zu bekommen. ​In weiterer Folge wurde der Einsatz in drei Einsatzabschnitte aufgeteilt. Um eine Brandausbreitung ​durch Funkenflug auf umliegende Gebäude zu verhindern wurden mehrere Rohre eingesetzt ​und die Fassaden ​gekühlt. ​Mittels Wärmebildkamera wurde im Inneren des Hauses kontrolliert inwieweit der Brand bereits auf die Einrichtung übergegriffen hatte, dies war glücklicherweise aber nicht der Fall. Auch die bereitgestellte Rettungsmannschaft des Roten Kreuzes musste nicht in Aktion treten. Weiterhin löschten die Trupps den immer noch glosenden Dachstuhl​, die Fassade sowie das ebenfalls in Brand geratene Nebengebäude in dem sich gelagertes Holz befand. Mittels Kettensägen und Brechwerkzeugen wurde die Dachhaut geöffnet und die letzten Glutnester mit einem C-Rohr abgelöscht. ​Die Glutnester hinter der Fassade konnten mit dem eingesetzten Nebellöschsystem rasch abgelöscht werden. Nach rund 4 Stunden konnte vom Einsatzleiter Brand aus gegebenen werden und die Aufräumarbeiten beginnen.
 

Blaulichtmeer in der Siedlung

Durch die zahlreich eingetroffenen Einsatzfahrzeuge wurde die Siedlung in ein wahrliches Blaulichtmeer getaucht und sorgte für Aufsehen bei den Bewohnern. Doch anstatt sich über den geraubten Schlaf zu ärgern, versorgte die Bevölkerung die erschöpften Einsatzkräfte mit Getränken - dies zeigt den Zusammenhalt in solch schweren Situationen. Ein Dank gilt allen eingesetzten Kräften für die vorbildliche Zusammenarbeit - gemeinsam konnte schlimmeres verhindert werden.

Bericht: Freiwillige Feuerwehr Leobersdorf​
Fotos: Martin Pock FF Leobersdorf, Daniel Wirth FF Bad Vöslau und Stefan Schneider BFK Baden

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