Kulturförderung?
Künstlerkollektiv protestiert gegen KTM-Motohall

Das Künstlerkollektiv KD/E-5 befreit "Chevapcici" von den Lettern der KTM-Motohall.
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  • Foto: KD/E-5
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"Künstler nagen am Hungertuch, Milliardäre bauen sich Schauräume", lautet ein Textzeile aus dem Protestsong "Kulturgetriebe" von dem Künstler Manuel Normal. Mit dem von ihm gegründeten Künstlerkollektiv "KD/E-5" fordert er die Rückzahlung der Kulturförderung, die an die KTM Motohall gegangen ist.

MATTIGHOFEN (kat). "Künstler nagen am Hungertuch, Milliardäre bauen sich Schauräume", lautet eine Textzeile aus dem Protestsong "Kulturgetriebe" von Künstler Manuel Normal. Mit dem von ihm gegründeten Künstlerkollektiv "KD/E-5" fordert er die Rückzahlung der Kulturförderung, die an die KTM-Motohall gegangen ist. Zehn Stunden dauerte die künstlerische Tortur, der sich der Künstler Chevapcici von Mitternacht bis 10 Uhr vormittags des 8. Februar aussetzte. Angekettet an den Schriftzug vor der KTM-Motohall, forderten er und die Mitglieder des Künstlerkollektivs KD/E-5 die Rückzahlung der Kulturförderung, die an die Motohall ging. Bereits im August 2019 berichtete die BezirksRundschau Braunau über die umstrittene finanzielle Unterstützung der Motohall. Nähere Infos dazu unter meinbezirk.at/3569739.

Protestsongcontestfinale

"Rund vier Millionen Euro an Kulturfördermitteln stecken in Stefan Pierers Moped-Schauraum", heißt es in einer Aussendung des Kollektivs. "KD/E-5 ist die Bezeichnung eines Förderantrages für Kul-turunterstützung, welchen auch der Milliardär Stefan Pierer mit seiner Firma KTM benutzt hat, um seinen Motorrad-Schauraum zu finanzieren. Allerdings fehlt bis heute die alles entscheidende Seite drei dieses Antrages, welche eine genaue Aufstellung der Finanzierungsquellen beinhaltet", heißt es auf der Internetplattform "we make it" vonseiten des Kollektivgründers David Haider alias Manuel Normal. Um seinem Ärger zusätzlich Ausdruck zu verleihen, komponierte Normal den Protestsong "Kulturgetriebe". Der Song schaffte es ins Finale des heurigen FM4-Protestsongcontests, der am 12. Februar im Wiener Rabenhof präsentiert wird. "Kunst ist unerlässlicher Bestandteil der Kommunikation, die jedem Einzelnen die Chance gibt, sich voll und ganz zu entfalten. Während bei der KTM Motohall das Design und die Motorrad-Kultur als Kunst im Vordergrund stehen, sind es bei Künstlern wie KD/E-5 die Musik. Kunst hat viele Ausdrucksweisen und die künstlerische Freiheit sollte jederzeit respektiert werden. Die KTM Motohall wird von unterschiedlichsten Künstlern als Kulisse gesehen und genutzt, was wir sehr schätzen. Darüber hinaus möchten wir auf museen-in-oesterreich.at verweisen, wo die KTM Motohall der ICOM-Definition entsprechend als Museum geführt wird", heißt es vonseiten der Motohall.

Autor:

Katharina Bernbacher aus Braunau

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