Training in Keller und Garage
Reisecker Einsatz wegen Corona verschoben

Florian Reisecker (Union Lochen)

Foto: Conny Högg
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Die Covid Pandemie macht den Gewichthebern schwer zu schaffen, glaubte man im August das es endlich wieder losgeht mit den Wettkämpfen, war mit dem zweiten Lockdown ab 3. November wieder alles aus. Keine Austragung der Staatseinzelmeisterschaften der Männer am 21./22. November, keine 2. Runde in der Regionalliga am 14. November, kein OÖ-Landesliga Finale am 28. November ! Auch der Start von Florian Reisecker in der deutschen Bundesliga für die TB 03 Roding ist verschoben. Der deutsche Verband setzte den Beginn der Bundesliga vorerst mit dem 6. Februar 2021 an. 

Alle hoffen auf das Jahr 2021 und das es sobald wie möglich einen Impfstoff geben wird. Dann gibt es hoffentlich wieder mehr Wettkämpfe für die Gewichtheber/innen.  

Zu diesem Thema stellte Conny Högg, den Obmann der Union Lochen Rudolf Kobler ein paar Fragen:

Wie trainieren die Lochner Gewichtheber im zweiten Lockdown?
Der Beginn des neuen Lockdown am 3. November hat für uns als Indoor Sportart natürlich enorme Auswirkungen, was den Trainingsbetrieb betrifft. Es können von den aktuell ca. 30 Athleten/innen des USV Lochen nur 6 Athleten/innen mit Kaderstatus in der Trainingshalle trainieren. Selbstverständlich wird versucht Lösungen zu finden, um alle Sportler*innen so gut es geht zu unterstützen – z.B. durch den Verleih von Trainingsequipment, etc. Auch die Zusendung der Trainings Videos an die Trainer hat sich immer mehr etabliert, so werden zur Vermeidung technischer Fehler gemeinsame Analysen durchgeführt. Viele haben sich bereits in ihren Garagen, Kellern oder auch Terrassen eine private Trainingsstätte eingerichtet, um zumindest ein Erhaltungstraining durchzuführen oder um an individuellen spezifischen Schwächen zu arbeiten.
Dennoch haben nicht alle die Möglichkeit sich gute Trainingsbedingungen zu schaffen. Ich sehe die aktuelle Situation durchaus kritisch, da es enorme Motivation braucht zur Zeit Gewichtheber-Leistungssport auszuüben. Es wird sicherlich noch zu dem einen oder anderen „Dropout“ kommen, je länger diese Lockdown-Phasen dauern. Auch der wichtige soziale Aspekt der Trainingsgemeinschaft geht selbstverständlich komplett verloren.

Wie ist für dich die eigentlich sehr kurze Gewichtheber Saison 2020 (ein WK im März und dann vom 22. August bis 31. Oktober) gelaufen ist ?
Die Frühjahrs Saison wäre mit Anfang März gestartet worden. Unmittelbar danach fand der Ausbruch der Pandemie statt, wodurch die Saison völlig zum Erliegen kam. Nach der Lockerung mit 1. Juni wurde sehr motiviert und engagiert über dem Sommer trainiert. Zudem sind viele Trainingskurse im BSFZ Maria Alm besucht worden.

Bei den ersten Wettkämpfen im September war die fehlende Wettkampf Routine erkennbar, welche sich durch eine gesteigerte Nervosität im Wettkampf widerspiegelte. Mitte bis Ende Oktober waren die Athlet*innen überwiegend in guter Form, daher natürlich schade das die letzten Wettkämpfe im November nicht mehr zustande kommen können.
Auch die Staatsmeisterschaft der Herren am 21. November ist leider entfallen, hier hätten wir mit Florian Reisecker noch ein heißes Eisen in der Klasse bis 96 kg im Feuer gehabt.   

Bei den Hauptwettkämpfen, den Staatsmeisterschaften der Frauen und Österreichischen Meisterschaften der U9 bis U-13 konnten wir durchwegs sehr gute Erfolge und einige Titel erreichen. Alle Meisterschaften waren mit einem strikten Corona Präventivkonzept versehen, so ist auch kein einziger positiver Fall ans Tageslicht getreten. Die Wiederholung des Sieges in der Frauen Bundesliga und die Staatsmeister-Titel der Chrissy Schröcker mit österr. Rekorden, sind in diesem Jahr das Highlight.

Wie geht`s weiter mit dem Gewichtheben im Frühjahr 2021 ?
Für das Sportjahr 2021 erhoffen wir uns - wie viele Menschen natürlich auch - eine deutliche Besserung der Pandemie-Situation, damit überhaupt geplant werden kann.
Selbstverständlich ist uns bewusst, dass die Eindämmung der Pandemie im Vordergrund stehen muss, um eine Überlastung des Gesundheitswesens und deren verheerenden Folgen zu verhindern. Aber dennoch darf nicht vergessen werden, dass der Mensch den Sport in dieser schnelllebigen und stressbasierten Zeit bzw. Arbeitswelt, als Ausgleich für die Erhaltung der geistigen und körperlichen Gesundheit dringend benötigt. Dahingehend wird es notwendig sein, noch mehr über dieses Virus zu lernen, und entsprechende Lösungen zu entwickeln um beide Problemstellungen zu bewältigen.

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