31.10.2016, 08:22 Uhr

„Retten, was zu retten ist“

FPÖ-Fraktionsobmann Roman Breckner aus Schalchen, FPÖ-LAbg. David Schießl, Jegings Bürgermeister Christoph Weitgasser (ÖVP), ÖVP-Fraktionsobmann Helmut Friedrich Sperl aus Schalchen und FPÖ-Gemeinderat Jakob Mayr
MATTIGHOFEN (ebba). In einer Pressekonferenz am 28. Oktober in Mattighofen informierten FPÖ und ÖVP über den derzeitigen Projektstand der „Umfahrung Mattighofen-Munderfing“.
Alle Bescheide für den ersten Bauabschnitt „Munderfing“ (ca. 3,3 km) sind rechtskräftig. Mit der Errichtung der Schwemmbachbrücke in Munderfing-Süd wurde im Sommer 2015 begonnen. Mit den weiteren Bauarbeiten soll Ende März/Anfang April 2017 begonnen werden.
Mit der Erlassung der verschiedenen Bescheide für den zweiten Bauabschnitt „Munderfing-Nord bis Stallhofen“ (ca. 2,6 km) sei in nächster Zeit zu rechnen. Der Baubeginn ist im Jahr 2018 vorgesehen. Die Detailplanungen für den dritten Abschnitt „Stallhofen bis Schalchen“ (ca. 2,6 km) konnten abgeschlossen werden, um die wasser- und naturschutzrechtliche Bewilligung wurde bereits angesucht.

Forderungskatalog übergeben

Ziel der Umfahrung ist eine Entlastung des Ortskernes von Mattighofen und Munderfing vom Durchzugsverkehr und die Schaffung direkter Zufahrtsmöglichkeiten zu den Industriestandorten. Die 2009 vom Land beschlossene Ostumfahrung stößt jedoch seit jeher auf großen Widerstand in der Gemeinde Schalchen, da ein großer Teil der Trasse auf Gemeindegebiet von Schalchen errichtet werden soll. „SP-Bürgermeister Stefan Fuchs kämpft noch immer dagegen. Diese Variante war auch nie unsere Wunsch-Variante, nichtsdestotrotz ist diese verordnet und im Land beschlossen worden. Man muss demokratische Beschlüsse hinnehmen und das Beste daraus machen“, bekräftigte LAbg. David Schießl (FPÖ).
ÖVP-Fraktionsobmann und zweiter Bürgermeister in Schalchen, Helmut Friedrich Sperl: „Der Abschnitt drei trifft Schalchen massiv. Daher haben wir gemeinsam mit der FPÖ einen Forderungskatalog an den zuständigen Landesrat Günther Steinkellner übergeben. Dieser beinhaltet Lösungen, mit denen die Bevölkerung auch in Zukunft gut leben kann. Wir müssen jetzt retten, was zu retten ist.“
Gefordert werden unter anderem Begleit- und Nebenwege, durchgängige Rad- und Fußgängerwege, die Einbindung von Öffis und optimaler Lärmschutz. „Wir wollen möglichst viele sinnvolle Verbesserungen für Schalchen einfordern“, sagt Sperl.

„Wir wollen mitreden!“

Mit der sogenannten „Spange Jeging“ soll eine Verbindung von der B147 mit der Mattseer Straße geschaffen werden. Hierfür gibt es mehrere Varianten. Bürgermeister Christoph Weitgasser (ÖVP) stellt klar: „Wir sind in Jeging nicht gegen die Spange Jeging, wir wollen jedoch über die Variante mitbestimmen!“ Mit der vom Land empfohlenen ortsnahen Variante ist man auch hier nicht zufrieden. „Wir wollen unserer Bevölkerung Lebensqualität bieten können. Es sollen nicht zu viele Gründe von Landwirten durchschnitten werden. Außerdem braucht es eine extra Anbindung für den Schwerverkehr von nahe gelegenen Firmen wie Hubers Landhendl und Sand & Kies“, betont Weitgasser. In Jeging präferiert man die ortsferne Variante. Die Spange solle am besten an der Gemeindegrenze zu Munderfing verlaufen, jedoch auf Jeginger Gemeindegebiet. Die Planung für die Spange Jeging werde noch in dieser Periode (bis 2021) abgeschlossen, verrät Schießl. Dieser betonte auch, dass derzeit alle Forderungen und Anliegen der betroffenen Gemeinden beim Land begutachtet werden, um möglichst viele Interessen berücksichtigen zu können.

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