07.02.2018, 10:21 Uhr

Neuer Tourismusverband im Bezirk Braunau auf Schiene

Die Teilnehmer der Tourismusklausur am 31. Jänner in Franking. (Foto: Seelentium)

Acht Tourismusgemeinden im Bezirk Braunau werden ab 1. Jänner 2019 als gemeinsamer Verband auftreten.

FRANKING, BEZIRK BRAUNAU. Die Würfel sind gefallen: Ab Jänner 2019 soll durch den Zusammenschluss von bisher sieben Tourismusverbänden im Bezirk Braunau ein neuer Verband entstehen. Dieser erstreckt sich von der Stadt Braunau bis an die Salzburger Landesgrenze.

"In Verbindung mit einem grenzübergreifenden Tourismusverein mit Bayern und Salzburg wird damit nicht nur dem neuen Landestourismusgesetz Genüge getan, sondern auch die Attraktivität der Dreiländer-Region für Urlaubsgäste, Geschäftsreisende und Seminaranbieter weiter gesteigert", heißt es in der Aussendung von Seelentium.

Exakt 104.261 Nächtigungen verzeichneten die acht Tourismusgemeinden Braunau, Eggelsberg, Franking, Hochburg-Ach, Lochen am See, Mattighofen, Munderfing und Perwang am Grabensee im vergangenen Tourismusjahr. Die Zuwachsrate von knapp 13 Prozent Nächtigungen im Vergleich zum Vorjahr liegt weit über dem Landesschnitt.

Gemeinsam mit den Nächtigungen aus der bayerischen Grenzregion werden die Planzahlen des neuen Tourismusgesetzes übertroffen, wodurch einer Verbandsgründung ab 2019 zumindest zahlenmäßig nichts im Wege steht.

Regionalität bleibt Trumpf

Bei einer Klausur am 31. Jänner in Franking stellten die Tourismusmanager und Bürgermeister der Tourismusgemeinden die Weichen für den touristischen Zusammenschluss. Gemeinsam mit dem Land Oberösterreich werden in den nächsten Monaten rechtliche und organisatorische Lösungen für die Herausforderung einer Zusammenlegung der sieben Verbände erarbeitet.

Eine eigene Arbeitsgruppe legt die zukünftigen touristischen Schwerpunkte fest. Dabei werde vor allem darauf geachtet, die vielen kleinen Besonderheiten der Region und die Menschen, die großteils ehrenamtlich in den einzelnen Orten touristisch tätig sind, in das neue Gesamtkonzept mit einzubinden.

Noch im Frühjahr sollten alle offenen Punkte abgearbeitet sein. Die endgültigen Entscheidungen fallen dann in den Vorstandssitzungen der einzelnen Verbände – diese müssen letztlich grünes Licht zu einer Fusion geben.

Wie wichtig der Tourismus auch für den Wirtschaftsbezirk Braunau ist, machte LEADER.Geschäftsführer Florian Reitsammer deutlich: „Wir haben viele starke und attraktive Leitbetriebe in der Region, die einerseits für ihre Mitarbeiter und Geschäftskunden ein lebenswertes und touristisch attraktives Umfeld brauchen, andererseits künftig auch viele Gäste in ihre Betriebe locken werden. Das neue KTM-Museum in Mattighofen, Brauereibesuche im Rahmen der Innviertler Bierregion oder kulinarische Exkursionen bei Zagler in Braunau zeigen, dass eine enge Kooperation zwischen Wirtschaft und Tourismus künftig für beide Seiten sehr nützlich sein wird.“

Zur Sache
Der geplante touristische Zusammenschluss betrifft die Städte Braunau und Mattighofen, die Gemeinden Franking, Lochen am See, Munderfing und Perwang am Grabensee sowie die bereits jetzt in einem "mehrgemeindigen" Tourismusverband zusammengeschlossenen Gemeinden Eggelsberg und Hochburg-Ach. Gemeinsam übertrifft man den Grenzwert von 100.000 Nächtigungen, den das neue OÖ Tourismusgesetz für den Fall vorsieht, dass es verbindliche grenzüberschreitende, touristische Strukturen gibt. Diese sind gemeinsam mit Städten und Gemeinden aus Bayern und Salzburg geplant, unter anderem mit Burghausen und Simbach.
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