19.05.2017, 22:06 Uhr

Enzersdorf am Puls der Zeit

Die Schloßparksiedlung in Margarethen bietet leistbare Wohnungen und Reihenhäuser für junges und barrierefreies Wohnen. (Foto: ebsg)

Enzersdorf an der Fischa verzeichnet enormen Zuwachs, die Infrastruktur wächst entsprechend mit.

ENZERSDORF/F. Die Gemeinde im südlichen Wiener Umland erfährt derzeit einen wahrhaftigen Boom, sowohl durch einen regen Zuzug vor allem aus Wien als auch durch Geburten. Kindergärten, Schulen, Wohnbau und Verkehr müssen auf viele Jahre vorausschauend geplant werden. Einige Projekte in Enzersdorf und seiner Katastralgemeinde Margarethen am Moos stellt Bürgermeister Markus Plöchl im Gespräch mit den Bezirksblättern vor.

3.000er-Marke geknackt

Gab es in Enzersdorf noch vor einiger Zeit Jahre, in denen die Sterbefälle die Geburtenanzahl überstiegen, wie etwa 2009 mit einem Minus von 23 Personen, scheinen diese Zeiten nun vorüber. Seitdem wächst Enzersdorf kontinuierlich, im Jahr 2013 sogar um 58 Personen, in diesem Jahr wurde die 3.000er-Marke der Einwohnerzahl geknackt. Heute zählt die Gemeinde 3.110 Einwohner.

Zubau für die Kleinen

"Durch den Zuzug von jungen Familien mit Kleinkindern als auch durch viele Geburten müssen wir Kindergarten und Volksschule ausbauen", erklärt Plöchl. In Margarethen, wo der Zuzug am stärksten ist, wird eine 7. Kindergartengruppe eröffnet. In der Volksschule Enzersdorf sei die Situation vergleichbar, "ab dem Schuljahr 2018/19 benötigen wir zwei zusätzliche Klassen. Inklusive der umliegenden Räume werden rund 500 m² verbaut", so Plöchl zu den Plänen für die Kleinsten in Enzersdorf.

Junges Wohnen boomt

Voraussetzung für Kinder sind passende Wohnmöglichkeiten für junge Familien, und davon hat Enzersdorf viel zu bieten. In Margarethen entstanden kürzlich 51 Reihenhäuser sowie 24 Wohnungen, viele davon für 'Junges Wohnen' reserviert. Und auch in Enzersdorf werden heuer 29 Wohnungen fertiggestellt.

Umfahrung muss her

Mit dem Wachstum folgt der Verkehr, ein großes Thema, wie Plöchl erläutert: "Der wirtschaftliche Zuzug ist Argument für die Umfahrung. Wir brauchen die Entlastung der Bevölkerung und müssen den Verkehr aus Enzersdorf und Margarethen fernhalten. Gegen Ende des Jahres steht der Fahrplan fest."
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