LR Dorner zum ÖBB-Rahmenplan
„Wir können nicht zufrieden sein“
- Verkehrslandesrat Heinrich Dorner vermisst im ÖBB-Rahmenplan den Infrastrukturausbau im Burgenland.
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Verkehrslandesrat Heinrich Dorner übt scharfe Kritik am neuen ÖBB-Rahmenplan. Grünen-Chefin Regina Petrik sieht hingegen einen „echten Gewinn für alle Pendler“.
BURGENLAND. Laut dem ÖBB-Rahmenplan werden in den kommenden sechs Jahren österreichweit 17,5 Milliarden Euro in den Ausbau von Bahn-Infrastruktur investiert, davon 172 Millionen Euro für das Burgenland.
Attraktivierung des Bahnverkehrs
So sieht der Rahmenplan unter anderem den zweigleisigen Ausbau der Strecke Parndorf-Kittsee sowie die Errichtung der Schleife Müllendorf und der Schleife Ebenfurth vor. Zur Attraktivierung des Bahnverkehrs beitragen sollen außerdem die Elektrifizierung der Strecken Wiener Neustadt-Schattendorf und Grazer-Ostbahnhof nach Jennersdorf.
Nicht einmal ein Prozent der Gesamtinvestition
Für Burgenlands Verkehrslandesrat Heinrich Dorner kann man „aus burgenländischer Sicht nicht zufrieden sein“. Er verweist auf die Investitionssumme von 172 Millionen Euro, die nicht einmal ein Prozent der Gesamtinvestition bedeutet. Zudem sei noch immer die Schleife Eisenstadt angeführt, die aber sowohl vom Land als auch von Teilen der Bevölkerung skeptisch gesehen wird.
Vorschläge nicht berücksichtigt
„Wir haben immer wieder Gespräche mit der ÖBB geführt und unsere Vorschläge auf den Tisch gebracht – etwa, dass wir es als strategisch notwendig sehen, einen Verkehrsknotenpunkt im Norden und einen im Süden einzurichten. Diese Vorschläge wurden nicht berücksichtigt“, so Dorner.
Schülerbusse statt 1-2-3-Ticket
Kritik übt der Verkehrslandesrat auch am 1-2-3-Ticket, bei dem noch viele Fragen offen seien. „Wir sehen hier Ungleichheiten zwischen den Bundesländern sowie eine Benachteiligung des Burgenlandes bei Förderungen“, meint Dorner. Er fordert, das 1-2-3-Ticket vorerst hinantanzustellen. „Es gibt drängende Probleme, wie etwa die überfüllten Schülerbusse. Dort wäre das Geld sinnvoller eingesetzt.“
- Grünen-Klubobfrau Regina Petrik freut sich, dass nun Projekte, die seit vielen Jahren angekündigt wurden, umgesetzt werden.
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Grüne: „Meilenstein im Kampf gegen die Klimakrise“
Eine völlig konträre Meinung zum ÖBB-Rahmenplan kommt von Grünen-Chefin Regina Petrik: „Das ist ein Meilenstein im Kampf gegen die Klimakrise und ein echter Gewinn für alle Pendlerinnen und Pendler im Burgenland.“
„Kein Querlegen gegen 1-2-3-Ticket“
Petrik fordert außerdem die Landesregierung auf, sich nicht gegen das 1-2-3-Ticket querzulegen. „Das Land darf jetzt nicht aus parteipolitischen Gründen bremsen. Je länger die SPÖ nein sagt, desto länger müssen die Burgenländerinnen und Burgenländer auf das günstige Ticket warten", mahnt die GRÜNE Klubobfrau.
- Der ÖBB-Rahmenplan 2021 bis 2026
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Die burgenländischen Projekte
- Parndorf – Kittsee – zwei gleisiger Ausbau (Phase 1 & 2) 207 Mio. € | 2023 /2035
- Ebenfurth – Errichtung Schleife 214 Mio. € |2028
- Müllendorf – ErrichtungSchleife 26 Mio. € |2027
- Steirische Ostbahn Graz –Staatsgrenze Jennersdorf – Attraktivierung & Elektrifizierung
- Wr. Neustadt –Loipersbach-Schattendorf – Attraktivierung & Elektrifizierung
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