"KlimaDialog"
Burgenland will Vorbild bei der Energiewende sein
- Klimaschutzministerin Leonore Gewessler kam nach Eisenstadt, um mit Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Expertinnen und Experten sowie allgemein am Thema Interessierten zu sprechen.
- Foto: KlimaDialog/Inés Bacher
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Im Rahmen des siebten "KlimaDialogs" wurde die burgenländische Landeshauptstadt am Freitag zum Schauplatz der österreichischen Energiezukunt. Mehr als 30 Unternehmen, Organisationen und Vereine stellten bei einer "KlimaFair" ihr Erfolgsgeheimnis für eine gute Energiezukunft vor.
BURGENLAND/EISENSTADT. "Energiewende gemeinsam meistern" – so lautet das Motto des "KlimaDialogs", der in Eisenstadt über die Bühne ging. Wie das funktionieren soll, davon hat sich neben Landeshauptmann Hans Peter Doskozil auch Klimaschutzministerin Leonore Gewessler vor Ort überzeugen wollen. Beide diskutierten nicht nur mit Expertinnen und Experten, sondern auch den Bürgerinnen und Bürgern, die mehr über die Auswirkungen des Klimawandels und über die Energiewende auf lokaler und überregionaler Ebene erfahren wollten.
- Wohn geht die Reise in Sachen Energiewende?
- Foto: KlimaDialog/Inés Bacher
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Ziel früher erreichbar
Der Ausbau der Erneuerbaren Energien erlebt in Österreich einen nie dagewesenen Boom. Bis zum Jahr 2030 sollen Erneuerbare bilanziell 100 Prozent des heimischen Strombedarfs decken. 2023 ist Österreich diesem Ziel mit einem Anteil von 92 Prozent schon sehr nahegekommen. Zum einen wurden die Erneuerbaren im Vorjahr stark ausgebaut, zum anderen greift der Energiemix gut ineinander: Während Frühjahr und Sommer zu einem großen Teil von Wasser- und Sonnenenergie getragen werden können, startet mit der kalten Jahreszeit die Windsaison. Das 2030er-Ziel könnte also sogar noch früher erreicht werden.
"Die Energiewende bringt enorme Chancen für uns Menschen. Diese Chancen wollen und müssen wir nun gemeinsam ergreifen. Wie uns das gelingt, darüber haben wir heute gesprochen. Wer beispielsweise eine Photovoltaikanlage auf dem Dach hat, leistet nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern macht sich auch unabhängiger vom Energieversorger und spart Geld. Wichtig ist auch, dass die soziale Gerechtigkeit immer mitgedacht wird."
Leonore Gewessler, Klimaschutzminisiterin
Burgenland will Vorbild sein
Auch Energiegemeinschaften sind beliebt wie nie: Österreichweit gibt es mittlerweile mehr als 2.400 solcher Gemeinschaften. Regionale erneuerbare Ressourcen nutzen, die sozialen Vorteile maximieren und gemeinsam nachhaltig wirtschaften – genau das ermöglichen Energiegemeinschaften, die seit mehr als drei Jahren in Österreich gegründet werden können. Dazu erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des "KlimaDialogs" Tipps, unter anderem vom Klima- und Energiefonds sowie burgenländischen Initiativen.
- Die Veranstaltung ist eine Informationsveranstaltung, bei der sich Burgenlands Unternehmen, die sich dem Thema bereits angenommen haben, präsentierten konnten
- Foto: KlimaDialog/Inés Bacher
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"Wir haben im Burgenland das Ziel, bis 2030 klimaneutral zu werden. Das geht nur, wenn wir alle dabei mitnehmen. Da muss die Politik reagieren, muss Überzeugungsarbeit leisten und alle Menschen davon überzeugen, dass es sich rechnet, da mitzumachen", so Doskozil. "Deshalb werden wir eine burgenlandweite Energiegemeinschaft zu hervorragenden
Konditionen für die Bevölkerung starten."
Information:
- Der nächste "KlimaDialog" findet am 22. November in Wien statt. Motto: "Reise in die Klimazukunft. Haben wir alles gepackt?" Zivilgesellschaft, Jugend, Wissenschaft und Verwaltung entwerfen ein Zukunftsbild Österreich 2034.
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