Verkehrsproblem
Bald 13.000 Autos mehr durch Rems

Für die Gemeinden besteht der Fokus darauf, dass es keine neuen Belastungen für Rems und St. Pantaleon gibt.
2Bilder
  • Für die Gemeinden besteht der Fokus darauf, dass es keine neuen Belastungen für Rems und St. Pantaleon gibt.
  • Foto: VP St. Valentin
  • hochgeladen von Anna Böhm

Das Land NÖ informierte über die geplante Trassenführung von der neuen Donaubrücke nach Valentin.

ST. VALENTIN. Immer mehr Autos überqueren die Donaubrücke in Mauthausen. Das bedeutet für Pendler täglich: Stau! Deshalb haben sich 2017 Niederösterreich und Oberösterreich entschieden, eine zweite Brücke östlich der bestehenden zu errichten. Die zukünftige Donaubrücke kann aber in die Umfahrung Pyburg nicht eingebunden werden.

Verkehrstrassen vorgestellt

Die Region rund um St. Valentin soll nun den von der neuen Brücke kommenden Verkehr aufnehmen. Dazu erarbeitete das Land NÖ Trassenführungen – alle drei vorgestellten Routen münden in die B1 im Ortsteil Rems (letzter Absatz). Laut einer Prognose des Landes NÖ reiche die Einmündung in die bestehende Straße aus und die Stadt könne die rund 13.000 zusätzlichen Fahrzeuge aufnehmen. Das bedeute für St. Valentin: ein weiters Verkehrsproblem. „Da sich schon die Ortsteile Langenhart und Herzograd mit einer unzumutbaren Verkehrsbelastung auseinandersetzen müssen, ist es nicht verständlich, dass nun an der Nordeinfahrt unseres Gemeindegebietes noch mehr Fahrzeuge hinzukommen“, heißt es von Seiten der SPÖ St. Valentin. „Ein Gesamtkonzept für die betroffenen Gemeinden, im speziellen für St. Valentin, kann nur im Zusammenhang mit einer Autobahnanbindung erfolgen. Von den derzeit offenen Varianten, östlich und westlich von Rems gelegen, ergeben sich viele Problemstellungen“, so die Volkspartei St. Valentin.

Valentin vor Verkehrskollaps

„Wer den Kreisverkehr in Rems kennt, weiß, dass es jetzt bereits Schwierigkeiten gibt. Der derzeitige Projektplan ist aus unserer Sicht nicht zu Ende gedacht“, so Stadtrat Thomas Hagmüller. Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr fordert eine ordentliche Gesamtlösung: „Ich habe bereits im Landtag mit einem umfassenden Resolutionsantrag auf die Situation hingewiesen. Es kann nicht sein, dass erst reagiert wird, wenn der Verkehr zu viel ist und auch dann keine Unterstützung kommt. St. Valentin ist schon jetzt vom Verkehr stark belastet und jetzt wird ein neues Projekt auf der anderen Stadteinfahrt nur bis zur B1 geplant. Leider sind die am Tisch liegenden Vorschläge des Landes NÖ für die Stadt St. Valentin in der präsentierten Form nicht zu akzeptieren.“

Ziel ist ein Miteinander

Oberste Prämisse für die Volkspartei St. Valentin und für Rudolf Divinzenz, Bürgermeister von St. Pantaleon, ist ein Miteinander aller betroffener Gemeinden, Parteien und Bürger sowie Grundbesitzer und Wirtschaftstreibender zum Finden einer bestmöglichen Lösung. „Bei unserer Entscheidung waren wir uns sehr einig und das auch fraktionsübergreifend – die östlich gelegenen Trassen kommen für den Gemeinderat St. Pantaleon nicht in Frage. Dadurch wird viel zu viel Strecke verbaut und es entsteht ein längerer Weg“, so Rudolf Divinzenz, „Aber das Projekt ist noch in der Planungsphase – alles ist offen. Deshalb wollen wir über die nächsten Planungsschritte informiert und in das Projekt miteinbezogen werden“.

Trassenführungen

Start: Knotenpunkt ist die Einfahrt zu Albing. Dort soll die neue Donaubrücke in die Sankt Valentiner Straße eingebunden werden.
Die erste Trasse verläuft der Remser Umfahrung entlang: Sankt Valentiner Straße und Remser Dorfstraße. Vor der Einfahrt in das Siedlungsgebiet Rems soll eine Abkürzung auf die B1 in Höhe des Laufhauses St. Valentin geschaffen werden.
Die zweite Trasse verläuft vom Knotenpunkt weg über die St. Valentiner Straße, weiter gerade durch das Betriebsbaugebiet der Firma Hasenöhrl. Den Anschluss fände jene Straße wieder auf der Remser Dorfstraße mit der Abkürzung auf die B1.
Die dritte Route geht vorbei am Kraftwerk in Pyburg östlich entlang des Kanals. Nach der Überquerung des Kanals geht die Strecke auf westlicher Seite am OMV Tanklager vorbei bis hin zur B1.

Für die Gemeinden besteht der Fokus darauf, dass es keine neuen Belastungen für Rems und St. Pantaleon gibt.
Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr mit ihrem Team beim Kreisverkehr in Rems. Eine Stelle, die spätestens im Jahr 2035 eine Frequenz von rund 20.000 Fahrzeuge aufweisen wird. (laut Prognose Land NÖ)

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen