Ernsthofen sucht nach Gemeindearzt

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ERNSTHOFEN (km). „Das Ganze hat mit einem Bürgermeisterstammtisch begonnen", erzählt Karl Huber (ÖVP), Bürgermeister von Ernsthofen, über die Anfänge des Projektes „Standortentwicklung 4.0". Der Startschuss fiel schließlich 2017. Man möchte es vor allem den jüngeren Ernsthofnern in der Gemeinde schmackhaft machen und in weiterer Folge auch neue Bewohner anziehen. Um das zu realisieren, sind für Huber einige Standortfaktoren entscheidend: "Ein funktionierender Nahversorger und ein funktionierender Arzt sind dafür zwei wesentliche Faktoren."

Standortvorteil in Gefahr

Der Nahversorger im Ortszentrum habe sich mittlerweile gut ins Ortsgeschehen integriert. "Die Familie Fischer trägt stark zur Ortsentwicklung bei", sagt Huber über die Betreiber. Der "funktionierende Arzt" wird die Gemeinde in den kommenden Monaten jedoch vor eine Herausforderung stellen. Mit 30. Juni wird Norbert Jarosch, bisher Gemeindearzt in Ernsthofen, die Pension antreten. "Mit 1. Juli ist die Kassenstelle neu ausgeschrieben", so Huber. Der aktuelle Mangel an Landärzten werde Ernsthofen vor eine Herausforderung stellen. Zudem kommen weitere Probleme: Wegen der Apotheke in Kronstorf darf der Hausarzt keine Hausapotheke betreiben, damit entfällt für den neuen Gemeindearzt eine Einnahmequelle. Außerdem muss ein neuer Standort für den Arzt gesucht werden. "Somit ist derzeit ein wesentlicher Standortvorteil in Gefahr."

Abgesehen davon präsentiert sich Ernsthofen als zukunftsorientierte Gemeinde. „Das langfristige Ziel ist es, den Lebens- und Wirtschaftsraum Ernsthofen nachhaltig zu gestalten und eine gemeinsame Identität zu schaffen", sagt Huber. Dabei sollen die Menschen in den Vordergrund gestellt werden und ihre Beziehung gestärkt werden. Immerhin: In den kommenden Jahren sollen 80 neue Wohnungen in Ernsthofen entstehen. "Vom leistbaren bis zum betreubaren Wohnen", so Huber.

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