Steinzeitliche Fundstücke in Ernsthofen

Archäologe Alexander Binsteiner (li.) und der Linzer Stadtarchäologe Erwin Ruprechtsberger.
  • Archäologe Alexander Binsteiner (li.) und der Linzer Stadtarchäologe Erwin Ruprechtsberger.
  • Foto: BRS/Archiv
  • hochgeladen von Andreas Habringer

ERNSTHOFEN. Geoarchäologe Alexander Binsteiner berichtet beim Projekt "Steinzeit an der Enns" von "neuen Forschungsergebnissen von internationaler Bedeutung". Fundstücke aus mehreren Privat- und Gemeindesammlungen, die in Haidershofen und Ernsthofen entdeckt wurden, datieren bis zur Altsteinzeit (Acheuléen) 500.000 bis 600.000 Jahre zurück. Einen Überblick gibt ein neuer Band.

In Ernsthofen wurden Hunderte Geräte aus Hornstein in der typischen Herstellungsweise (Levallois-Technik) der Neandertaler gefunden. Das lasse auf ein Freilandlager schließen, das vor über 40.000 Jahren vermutlich von Jägern dort angelegt worden war, hielt Binsteiner fest. Über mehrere Jahrtausende lebten moderne Menschen demnach auch an Donau und Enns nebeneinander, bis die Neandertaler verschwanden.

Aktuelle Ergebnisse werden in einem bebilderten Farbband in den Linzer Archäologischen Forschungen veröffentlicht. Das interdisziplinäre Forscherteam um den Geoarchäologen Binsteiner und den Linzer Stadtarchäologen Erwin Ruprechtsberger hofft, fossile Knochen der ausgestorbenen Menschenarten Homo erectus und Neandertaler in den Ablagerungen der Ennsterrassen zu finden.

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