Virtuelle Realität und Kurzfilme in heimischen Museen

Im "Haus der Medusa" tauchen Besucher, wie hier Bürgermeister Franz Stefan Karlinger, in eine virtuelle Welt ein.
  • Im "Haus der Medusa" tauchen Besucher, wie hier Bürgermeister Franz Stefan Karlinger, in eine virtuelle Welt ein.
  • Foto: Monika Schlögl
  • hochgeladen von Katharina Mader

REGION (km). Museen haftet oft ein verstaubtes Image an. Um das zu ändern, wagen ihre Betreiber einen Schritt Richtung Zukunft. So wurde das Museum Lauriacum im Vorfeld der Landesausstellung modernisiert und digitalisiert. "Die Römer sind quer durch alle Altersgruppen faszinierend", so Landeshauptmann Thomas Stelzer im Rahmen einer Pressekonferenz. "Aber gerade für die Jugend haben wir digitale, virtuelle Angebote." So holt das Filmprojekt von 7Reasons die Römer ins Hier und Jetzt. Im Mittelpunkt des Filmgeschehens steht der Legionär Seccius Secundinus, der gemeinsam mit seinem Enkel Einblicke in den Alltag von Lauriacum gibt. Besucher können weiters interaktiv erforschen, welche Speisen die Römer einst zu sich genommen haben. Das "Haus der Medusa" visualisiert für die Betrachter zudem verschiedene Wandmalereimotive. Teilstücke von Funden können dank 3D-Puzzle ebenso wieder zusammengesetzt werden. Entwickelt wurde die Virtual-Reality-Installation von der Fachhochschule Hagenberg.

Digitales Freilichtmuseum?

Während das Museum Lauriacum digitalisiert wurde, setzt man im Freilichtmuseum Sumerauerhof eine andere Maßnahme für die Zukunft. Derzeit bietet es den Besuchern Einblicke ins bäuerliche Leben und stellt damit zusammenhängende Werkstücke aus ganz Oberösterreich aus. Um zusätzlich Gäste anzulocken, setzt das Freilichtmuseum auf jährlich wechselnde Sonderausstellungen. "Eine Digitalisierung ist bei uns nur schwer machbar und ist daher nicht vorgesehen", so Walter Tahmud, Leiter des Freilichtmuseums Sumerauerhof. Derzeit sei nur der Kassabereich digitalisiert worden. Führungen wolle man – entsprechend dem Charme des Vierkanters – auch weiterhin persönlich durchführen. Ab 6. Mai können sich die Besucher die neue Sonderausstellung "Zeitsprünge" ansehen.

Erlebnis: Feuerwehrmuseum

Exponate zum Angreifen warten im Feuerwehrmuseum. Zusätzlich locken diverse Sonderausstellungen nach St. Florian. "Wir sind gerade bei der Umstrukturierung", sagt Erwin Chalupar, Geschäftsführer des Feuerwehrmuseums St. Florian. Gemeinsam mit einer externen Beraterin will man die Ausstellung erlebnisreicher und pädagogischer aufbereiten. "Wir wollen nicht nur das Fachpersonal ansprechen, sondern auch Interessierte anlocken", so Chalupar. Natürlich sei die Digitalisierung des Museums auch ein Thema, um verständlicher und erlebnisreicher zu werden. So überlege man, statt mehreren Feuerwehrpumpen nur noch ein oder zwei Stück auszustellen. Der Rest könnte für Feuerwehrleute in einem zusätzlichen Depot präsentiert werden. "Wir wollen die Ausstellung spannend gestalten, so dass die Besucher in einer Stunde viel aus dem Museum mitnehmen können." Einen ersten Schritt in die Digitalisierung habe man bereits gesetzt. So werden im Feuerwehrmuseum Kurzfilme zu Themen wie Frauen bei der Feuerwehr oder Atemschutz gezeigt.

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